"Eine gute Vernetzung dient einer rechtzeitigen und bedarfsgerechten Förderung von Kindern und einer gelungenen Übergangsgestaltung."

Die Bildungskette - diese Metapher spiegelt die Arbeit der Kommune in der früher Bildung in Warendorf wider. Warum?

 Die Bildungs- beziehungsweise Präventionskette wurde als Symbol gewählt, da die unterschiedlichen Teilbereiche der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung orientiert am Lebensalter der Kinder miteinander verbunden sein sollen. Eine gute Vernetzung dient einer rechtzeitigen und bedarfsgerechten Förderung von Kindern und einer gelungenen Übergangsgestaltung.

 

Bitte stellen Sie Ihre Modellkommune kurz vor – welche Akteure, Organisationen und Institutionen sind beteiligt und was sind die Kernarbeitsbereiche?

Federführend im Rahmen des Projektes ist das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf. Insbesondere sind die Fachbereiche Kitaabteilung, „Soziale Prävention und Frühe Hilfen“ und die Jugendhilfeplanung beteiligt. Weitere beteiligte Institutionen sind die Kindertageseinrichtungen und deren Träger, das Schulamt, die Grundschulen die Schulaufsicht sowie das Gesundheitsamt. Die Beteiligung und enge Einbindung des Kreiselternrates ist ein wesentliches Merkmal. Kernarbeitsbereiche sind die Qualitätsentwicklung der Kindertageseinrichtungen und die Übergangsgestaltung der Systeme Kita und Schule. Dies erfolgt in Form von Qualitätsdialogen mit den Einrichtungen und Trägern. Außerdem soll die Vernetzung der einzelnen Angebote im Rahmen der Präventionskette weiterhin gestärkt werden.

 

Wer davon gehört zu den festen Mitgliedern in Ihrem Steuerungsgremium?

Den Gesamtprozess steuert das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Einbindung der Elternschaft ist über den Kreiselternrat, die der freien Träger ist über die AG §78 SGB VIII gegeben. Die ämterübergreifenden Aspekte lassen sich durch eine Dezernatsstruktur in der alle Sozialbereiche einem Dezernat zugeordnet sind, gut abstimmen und steuern.

 

Wie viele Einwohner leben in Ihrer Kommune und wie viele Kinder sind zwischen 0 und 10 Jahren?

Der Landkreis Warendorf ist ein Flächenlandkreis in Nordrhein-Westfalen von 1.319 km². Zum Kreis Warendorf zählen 13 Kommunen, von denen zehn Kommunen zum Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes gehören. Der Kreis Warendorf hat insgesamt ca. 280.000 Einwohnern und Einwohnerinnen, pro km² werden im Durchschnitt 210 EinwohnerInnen gezählt. Die Zuständigkeit des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien besteht für 160.000 Einwohnern und Einwohnerinnen. Von diesen sind 14.690 Kinder im Alter von null bis zehn Jahren.

 

Warum haben Sie sich für das Programm Qualität vor Ort beworben und welche Ziele verfolgen Sie?

Der Landkreis Warendorf hat bereits im Jahr 2006 begonnen, seine Präventionskette aufzubauen und Angebote präventiv und frühzeitig auszurichten. Die Kindertageseinrichtung als Institution der frühen Bildung hat eine bedeutende Funktion für ein gelingendes Aufwachsen und Chancengleichheit für alle Kinder.

Im Rahmen der überregionalen Initiative Marke Münsterland wurde bereits ein Rahmenkonzept zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung mit den Jugendämtern im Münsterland (17) in enger Abstimmung mit den Trägern entwickelt.

In Anlehnung an diesen Qualitätsrahmen wurde im Kreis Warendorf im Jahr 2016 eine Elternbefragung zur Qualität in den 87 Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Der lokale Qualitätsdialog in der Kindertagesbetreuung stellt ein wichtiges Thema in der präventiven Gesamtstrategie der Bildungskette im Kreis Warendorf dar. Das Programm Qualität vor Ort will genau diese Strategische Ausrichtung befördern und ist ein passgenaues Angebot, die Entwicklungen im Kreis Warendorf weiter zu entwickeln und zu verstetigen. Die Ziele sind, alle Kinder rechtzeitig und bedarfsorientiert zu fördern, die Teilhabe- und Bildungschancen zu verbessern und Integration zu fördern.

Das Kind steht im Mittelpunkt. Zuständigkeitsdenken und die „Versäulung der Systeme“ soll weiter aufgebrochen werden. An den Schnittstellen und Übergängen soll es nicht zu Brüchen kommen.

 

Wie arbeiten Sie als Modellkommune?

Als Flächenkreis arbeiten wir modellhaft in einzelnen Kommunen an Projekten, die dann in die Fläche übertragen werden

Im Rahmen des Qualitätsentwicklungsprozesses der frühen Bildung und frühen Hilfen arbeiten verschiedene Fachämter mit den Freien Trägern und weiteren Akteuren innerhalb des Kreises zusammen. Dabei ist die Elternbeteiligung ein wichtiger Gelingensfaktor.

Die Qualitätsdialoge mit den Trägern der Kindertageseinrichtungen des Kreises Warendorf werden fortgeführt. Außerdem werden bestehende Angebote weiter vernetzt und fließen in einer Gesamtstrategie frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung zusammen.

 

Was war ein bisheriger Höhepunkt der Arbeit oder ein besonderer AHA-Moment?

Es gibt viele wichtige Momente, Einzelne hervorzuheben ist schwer. Wir freuen uns über den mit den Trägern der Kindertagesbetreuung gelebten Dialog auf „Augenhöhe“. Das gemeinsame Ziel, die Qualität zu verbessern wird hier sehr konstruktiv verfolgt.

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