"Nicht nur im Kreis drehen, sondern eher zwei Schritte vor und auch mal einen zurück machen."

Tanzschritte - diese Metapher spiegelt die Arbeit der Kommune in der früher Bildung in Potsdam wider. Warum?

 

Die Metapher „ständig in Bewegung“ spiegelt auch zum jetzigen Zeitpunkt die Landschaft in der Kindertagesbetreuung der Landeshauptstadt Potsdam wider. Tanzschritte können ein
deutliches Sinnbild dafür sein, so lange wir uns nicht nur im Kreis drehen sondern eher zwei Schritte vor und auch mal einen zurück machen.

 

Bitte stellen Sie Ihre Modellkommune kurz vor – welche Akteure, Organisationen und Institutionen sind beteiligt und was sind die Kernarbeitsbereiche?

 

In der AG Modellkommune der LHP sind verschiedene Bereiche vertreten. Dazu zählt der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, die Bereichsleitung Kindertagesbetreuung, die Arbeitsgruppenleitung, das Fachmanagement Kita und das Qualitätsmanagement Kita sowie der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und die Arbeitsgruppenleitung Regionalteam-Sozialräume, die Gesundheitssoziale Dienste und Senioren, die Überregionale Arbeitsstelle Frühförderung Berlin Brandenburg und due Leitung der Trägervertretung der Elternbeirat, ein freier Träger von Kindertagesstätten sowie die Leitung einer Integrationskindertagesstätte

 

Wer davon gehört zu den festen Mitgliedern in Ihrem Steuerungsgremium?

 

Die eben genannten Teilnehmer und Teilnehmer sind feste Mitglieder.

 

Wie viele Einwohner leben in Ihrer Kommune und wie viele Kinder sind zwischen 0 und 10 Jahren?

 

Zum Stichtag 30. September 2017 lebten in der Landeshauptstadt Potsdam 174.406 Menschen. Darin inbegriffen sind zum Stichtag 01. März 2017 21.832 Kinder im Alter von null bis zwölf Jahren. Für das Jahr
2017/18 werden 2.3195 Kinder im Alter von null bis zwölf Jahren prognostiziert. Gemäß den Planungsquoten, unter Berücksichtigung unvorhersehbarer Bedarfe, ergibt sich ein voraussichtlicher Maximalbedarf von 19.490 Plätzen in Kindertagesbetreuung im Kita-Jahr 2017/2018 in Potsdam. Der Maximalbedarf unterteilt sich in 4.408 Plätze für Kinder von null bis unter 3 Jahren, 7.019 Plätze für Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt und 8.064 Plätze für Kinder im Grundschulalter.

 

Warum haben Sie sich für das Programm Qualität vor Ort beworben und welche Ziele verfolgen Sie?

 

Die LHP ist eine ständig wachsende Stadt, was einen zunehmenden Betreuungsbedarf für Kinder in Kindertagesstätten bedeutet. Das ist nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ zu bewältigen. Die LHP ist bemüht, alle Kinder wohnortnah zu betreuen. Das bedeutet, dass auch Kinder mit besonderen Bedarfen in der Regelkindertagesstätte ihrer Nähe betreutwerden sollen. Dies setzt eine positive Haltung des pädagogischen Fachpersonals voraus, aber auch ein transparentes Unterstützungssystem für Eltern durch alle Beteiligten. Seit Jahren sind der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie sowie der Fachbereich
Gesundheitssoziale Dienste und Senioren bemüht, klare Verfahrensabläufe zu schaffen und ein gutes Unterstützungssystem aufzubauen. Leider sind dabei mitunter verschiedene Zuständigkeiten und Gesetzeslücken hinderlich. Die Klärung von Sachverhalten, Zuständigkeiten bis hin zur wirksamen Unterstützung für Eltern und deren Kinder sind häufig nur durch viele Gespräche und einer hohen Motivation der Mitarbeiter/innen möglich. Durch das Modellprojekt erhoffen wir uns einen professionellen ressourcenorientierten Blick von außen, um Ideen und Anregungen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten für einegelingende Teilhabe aller Kinder in (Regel)-Kindertagesstätten zu ermöglichen.

 

Wie arbeiten Sie als Modellkommune?

 

Die Kindertagesstätten der LHP und alle anderen Angebote der Kindertagesbetreuung befinden sich in freier Trägerschaft. In der LHP gibt es 48 freie Träger für 121 Kindertagesstätten, sieben andere Kinderbetreuungsangebote für Hortkinder (AKi), sieben „Pädagogisch begleitete Eltern-Kind-Gruppen“, sowie ca. 90 Tagespflegepersonen.

 

Was war ein bisheriger Höhepunkt der Arbeit oder ein besonderer AHA-Moment?

 

In unserer Kommune fand im Rahmen des Programms „Qualität vor Ort“ ein Moderatorenwechsel statt, der zur Folge hat, dass wir in den ersten Monaten inhaltlich nicht wie erwartet vorangekommen sind. Ein positives Ergebnis liegt in der Anfangsgestaltung, in der es gelungen ist, dass die beiden betroffenen Fachbereiche der Verwaltung ihre Zusammenarbeit im Interesse einer gemeinsamen Lösung erklärt haben und gemeinsam teilnehmen. Die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe aus verschiedenen Professionen und der Elternschaft sehen wir als gute Voraussetzung an, lösungsorientiert in gegenseitiger Akzeptanz zu arbeiten.

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