"Einzelne Blumen werden zu einem Gesamtkunstwerk und damit zu mehr als die Summe aller Teile."

Ein Blumenstrauß – diese Metapher spiegelt die Arbeit der Kommune in der frühen Bildung in Flensburg wider. Warum? 

 

Weil es viele gute Projekte, Ansätze, Maßnahmen, Anbieter und Prozesse etc. gibt, die alle für sich schon "Blumen" sind und es nicht unbedingt darum geht, neue Blumen zu "basteln", sondern aus dem Vorhandenen ein Gesamtarrangement zu gestalten, so dass die einzelnen Blumen zu einem Gesamtkunstwerk, und damit zu mehr als die Summe aller Teile, werden. 

 

 

Bitte stellen Sie Ihre Modellkommune kurz vor – welche Akteure, Organisationen und Institutionen sind beteiligt und was sind die Kernarbeitsbereiche? 

 

Derzeit arbeitet die Kommune mit Akteuren aus verschiedenen Arbeits- und Fachbereichen zusammen. Hierzu gehören der Fachbereich Jugend mit den Arbeitsbereichen ASD, Schulsozialarbeit und Frühe Hilfen, der Fachbereich Soziales und Gesundheit mit den Arbeitsbereichen Gesundheitsdienste, Gesundheitsplanung, Sozial-und Jugendhilfeplanung, der Fachbereich Bildung, Sport, Kultur mit den Arbeitsbereichen Kindertagesbetreuung, Bildungsmanagement für Neuzugewanderte, Kitabedarfsplanung und Zusatzangebote an Kitas, sowie der Fachbereich Zentrale Dienste mit dem Arbeitsbereich Familienfreundliche Kommune. Externe Vertreter werden bisher über den fortlaufenden Sachstand informiert und im nächsten Schritt noch enger einbezogen.

 

 

Wer davon gehört zu den festen Mitgliedern in Ihrem Steuerungsgremium? 

 

Zur Steuerungsgruppe gehören die Koordinatorin Frühe Hilfen, die Koordinatorin familienfreundliche Kommune und die Koordinatorin für Zusatzangebote an Kitas, sowie der Gesundheitsplaner und die Sozial-und Jugendhilfeplanung.

 

Wie viele Einwohner leben in Ihrer Kommune und wie viele Kinder sind zwischen 0 und 10 Jahren? 

 

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 waren es 94.270 Einwohner und Einwohnerinnen. Davon waren 8.655 Kinder im Alter zwischen null und zehn Jahren.  

 

Warum haben Sie sich für das Programm Qualität vor Ort beworben und welche Ziele verfolgen Sie? 

 

Zunächst einmal ist unser Ziel eine Aufbereitung und Online-Stellung einer umfänglichen Angebotsübersicht, der sogenannte "Flensburg-Kompass" (Arbeitstitel). Außerdem streben wir eine gemeinsame kommunale Gesamtstrategie im Sinne einer Präventionskette und eine gemeinsame abgestimmte, integrierte Planung an. Ein drittes Ziel ist die Verbesserung der internen und externen Zusammenarbeit zur besseren Gestaltung von Übergängen. 

 

Wie arbeiten Sie als Modellkommune? 

 

Ziel ist ein möglichst transparenter Prozess mit viel Beteiligung von Anfang an bei gleichzeitiger Schonung von personellen Ressourcen. Es erfolgt daher eine regelmäßige Berichterstattung und Rückversicherung in verschiedenen Gremien, wie dem Jugendhilfeausschuss, dem Lokalen Netzwerk Kind und Familie und der internen Großgruppe mit Vertretern und Vertreterinnen aus den verschiedenen Arbeits- und Fachbereichen. Zudem wurde das Vorhaben mit allen Fachbereiche und dem Vorstand der Stadt Flensburg im Rahmen der Leitungskonferenz abgestimmt. Die einzelnen Arbeitsaufträge werden in der Steuerungsgruppe bearbeitet. Im Frühjahr 2018 ist eine Beteiligung von Familien geplant. 

 

Was war ein bisheriger Höhepunkt der Arbeit oder ein besonderer AHA-Moment?  

 

Ein AHA- Moment bestand in der Feststellung, dass "Integrierte Planung" in vielen Bereichen eine immer wichtigere Rolle spielt und unter sehr unterschiedlichen Schlagwörtern aus verschiedenen Ressorts heraus bearbeitet wird. Beispiele hierfür sind die Schlagwörter "Präventionsketten" (Gesundheitsbereich), "Bildungslandschaften" (Bildungsbereich), "Teilpläne" (Sozialplanung), oder "integrierte Stadtentwicklungskonzepte" (Stadtplanung). Ihnen allen liegt der Ansatz ressortübergreifender Zusammenarbeit zugrunde. Zudem gibt es verschiedene Themen und Prozesse, die ebenfalls als Gesamtkonzepte fachbereichsübergreifend verstanden und bearbeitet werden, wie zum Beispiel "Engagement" oder "Integration". Dieser Entwicklung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Themen wie "Bildung" so komplex sind, dass sie einer Zusammenarbeit aller Beteiligten bedürfen. Doch werden sie oft noch aus den eigenen Ressorts heraus bearbeitet und die anderen Bereiche lediglich "mitgedacht".

Entscheidend war daher, nicht noch einen neuen Prozess zu starten, sondern etwas zu entwickeln, das all diese Prozesse bündelt und transparent macht, um Synergieeffekte nutzen zu können. 

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