2.Weil Kinder spielerisch am meisten lernen

Die Menge an Wissen und Fertigkeiten, die Kinder in ihren ersten Lebensjahren erwerben ist riesig: Laufen, Denken, Sprechen, Fühlen – es gibt so viel Neues zu entdecken und die Lernkurve steigt so rasant wie nie mehr sonst im Leben. Babys kommen mit einem unfertigen Gehirn zur Welt, das sich erst durch Anregung und Erfahrung voll entwickelt. Über 80% der Nervenverbindungen entstehen dabei bereits in den ersten 3 Lebensjahren. Sollten wir die natürliche Neugier der Kleinsten deshalb nicht so gut wie möglich fördern?

Hätten Sie's gewusst?

Spielen ist mehr als nur ein Zeitvertreib bei Langeweile. Kinder lernen während und durch das Spiel – und das häufig sogar besser, als wenn Erwachsene ihnen eine Aufgabe vorgeben, weil sie im Spiel genau das richtige Maß an Wiederholung oder Herausforderung finden, das sie brauchen. Spielen und Lernen sind also kein Gegensatz – sie sind ein- und dasselbe!

 

Quelle: Whitebread, D. (2012). Developmental Psychology and Early Childhood Education. L.A.: SAGE

Blick über den Tellerrand

In Finnland werden Kinder erst mit sieben Jahren eingeschult – so soll gewährleistet werden, dass sie hierfür auch kognitiv bereit sind. Das Land belegt übrigens in internationalen Vergleichstests wie der PISA-Studie regelmäßig einen der vorderen Plätze.

 

www.nytimes.com

Hätten Sie's gewusst?

Aus der Schule kennen die meisten von uns das Lernen nach Stundenplänen. In Kitas gibt es teilweise ähnliche Tendenzen  morgens musikalische Früherziehung, danach ein bisschen Frühenglisch und nachmittags in die Psychomotorikgruppe. Gezielte Förderung von Kindern ist nicht per se unsinnig und sogar wichtig, wenn sich Entwicklungsrisiken abzeichnen. Sinnvoll ist es aber vor allem, Lernangebote ganzheitlich, spielerisch und interessengeleitet zu entwickeln. Denn so lernen Kinder am besten.

Das sagt die Wissenschaft

Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu
entdecken.

Galileo Galilei

 weitere Argumente

1. Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung

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3. Gute frühe Bildung erleichtert Schulerfolg

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