6. Weil sie hilft, allen Kindern gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen

 

 

Je früher Kinder mit Gleichaltrigen oder auch etwas älteren Kindern spielen, die eine andere Sprache als ihre Familiensprache sprechen, umso leichter fällt es ihnen diese andere Sprache zu lernen. Sie profitieren auch von einer guten alltagsintegrierten Sprachförderung durch qualifizierte Fachkräfte. Das gilt in Deutschland für viele Kinder, die mehrsprachig aufwachsen oder mit einer anderen Familiensprache als deutsch.

Hätten Sie's gewusst?

Der Spracherwerb setzt bereits kurz nach der Geburt eines Kindes ein. Es nimmt vom ersten Tag an die Laute seiner Umgebung wahr, erkennt z.B. die Stimme der Mutter und fängt bereits früh an Tonhöhen oder Stimmlagen zu unterscheiden. Eine sogenannte sensible Phase für den Spracherwerb ist das Alter etwa zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr. So schnell wie Kinder dann Neues hinzulernen, wirkt der Spracherwerb dann besonders leicht und mühelos. Tatsächlich spielt es aber eine entscheidende Rolle, wie viel Anregung sie durch Erwachsene und andere Kinder erhalten.

Das sagt die Politik

Sprache stellt die Weichen für gesellschaftliche Teilhabe und eine erfolgreiche Bildungs- und Berufslaufbahn. Sprache darf kein Privileg sein.

Manuela Schwesig, Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Eine Zahl – und was dahinter steckt

 

45%

 

der Eltern ohne deutsche Staatsbürgerschaft sprechen zuhause eine andere Familiensprache als deutsch. Der Besuch einer Kindertageseinrichtung kann ihren Kindern dabei helfen, leichter die deutsche Sprache zu erlernen.

 

Integrationsreport des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

Hätten Sie's gewusst?

Kindertageseinrichtungen, die sich ganz bewusst allen Familien öffnen und sie am Kita-Alltag beteiligen, gelingt auch ein wichtiger Beitrag zur Integration von zugezogenen Familien in Stadtteile und Gemeinden. Sie nutzen die Stärken und Kompetenzen der Eltern und finden vielfältige Wege, Sprachbarrieren zu überwinden. Viele Bundesländer und Kommunen bauen inzwischen ihre Kindertageseinrichtungen zu Eltern-Kind-Zentren, Familienzentren oder Familienkitas aus.

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