Wir freuen uns über Themenvielfalt

Carolin Schmidt

Das Programm Qualität vor Ort begleitet bundesweit 150 Netzwerke für frühe Bildung mit Prozessbegleitung, Fortbildungs- und Vernetzungsangeboten. Carolin Schmidt ist als regionale Programmleiterin im Servicebüro Trier für die Auswahl der Netzwerke zuständig. Sie erklärt, mit welchen Themen man sich als Netzwerk bewerben kann und warum sich eine Teilnahme am Programm auch für bestehende Netzwerke lohnt.

 

 

Ein Netzwerk für frühe Bildung kann zu vielen Themen gebildet werden. Was sind denn zum Beispiel Themen, bei denen Qualität vor Ort unterstützt?

 

Die Themen, mit denen sich die Netzwerke bei uns bewerben sind ganz unterschiedlich und decken eine breite Themenpalette ab – das ist das Schöne und Spannende an dem Programm, dass es zwar einen inhaltlichen Rahmen gibt, sich jedes Netzwerk jedoch mit den Qualitätsthemen bewerben kann, die es aktuell bewegt und  bei denen es Unterstützungsbedarf hat. Die folgenden Themenschwerpunkte kristallisieren sich nach den ersten Gesprächen und Sichtung der eingegangenen Bewerbungen heraus: Geflüchtete Kinder in Kitas, aber auch Angebote für geflüchtete Kinder außerhalb der Kita, oder als Vorbereitung auf die Kita; Qualität in den Übergängen von der Familie/Krippe in die Kita bis in die Grundschule; Wie gelingt eine gute Zusammenarbeit von Kindertagespflege und Kindertagesstätten?; Netzwerk aller Kindertagesstätten in einer Kommune/Stadtteil, die sich fragen, wie die Zusammenarbeit zu mehr Qualität in der frühen Bildung führen kann: Was bedeutet eigentlich Qualität für uns? Braucht es dafür messbare Indikatoren? Was können wir voneinander lernen?; Qualitätsstandards für den Hortbereich und Entwicklung eines Qualitätshandbuchs für den Ort.

 

 

Bewerben können sich neue Netzwerke, aber auch explizit schon bestehende Gruppen. Wieso lohnt es sich auch für Netzwerke, die bereits gut zusammenarbeiten, sich für eine Programmteilnahme zu bewerben?

 

In zahlreichen Programmen haben wir die Erfahrung gemacht, dass eine externe Unterstützung sowohl für neu gegründete Netzwerke, als auch für langjährig bestehende Netzwerke sehr gewinnbringend ist. So ist es möglich, auf den jeweiligen Ist-Stand einzugehen und passgenau ihre individuellen Fragen, Visionen und Stolpersteine zu bearbeiten. Die professionellen Prozessbegleitungen besitzen eine umfassende Erfahrung und praktische Kompetenz in der Anwendung von vielfältigen Moderationstechniken, Analyseverfahren, Fragetechniken und Zielvereinbarungsformaten, die sie adäquat einsetzen.

 

Gerade für schon bestehende Runden kann eine externe Begleitung neuen Schwung geben. Der Blick von außen hilft oftmals, die geplanten Vorhaben zielgerichtet voranzubringen, eingefahrene Arbeitsweisen zu hinterfragen und bei Bedarf zu optimieren und allparteilich vorausschauend und lösungsorientiert zu moderieren.

 

 

Gibt es auch Themen, für die Qualität vor Ort nicht das richtige Unterstützungsprogramm ist?

 

Grundsätzlich gilt: Solange das Thema dazu beiträgt, die Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung auf lokaler Ebene weiterzuentwickeln, ist eine Teilnahme möglich. Allerdings fördern wir Netzwerke, keine einzelnen Einrichtungen – mindestens drei Institutionen sollten dabei auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Das bedeutet konkret: Möchte ein Netzwerk sich mit dem Thema „Qualität von familienfreundlichen Angeboten“ beschäftigen, ist dies ein willkommenes Thema. Möchte sich hingegen eine einzelne Kita, gemeinsam mit dem Träger und einem Kooperationspartner hin zu einem Familienzentrum entwickeln, ist eine Auswahl als Netzwerk nicht möglich, da es in diesem Fall um die Organisationsentwicklung einer Einrichtung geht.

 

Insgesamt vergeben wir  bundesweit 150 freie Plätze und freuen uns, wenn wir eine große Vielfalt an Themen begleiten könnten.

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