Die Kita als Integrationsort

120 Fachkräfte aus der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung diskutierten in Dresden über den Umgang mit jungen Geflüchteten in Kindertageseinrichtungen.

Um Flüchtlingskindern ein gelungenes Willkommen in der Kita zu bereiten, sind Kenntnisse zum Umgang mit Traumata, Diskriminierung und sprachlichen Barrieren unabdingbar. Der Fachtag des Programms WillkommensKITAs bot den rund 120 Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr Wissen zum Thema Flucht und Asyl zu erweitern, sich über Fragen aus dem Kitaalltag auszutauschen und die eigene Haltung zu reflektieren.

 

Zum Thema „Willkommen in der Kita! Schutzsuchende Kinder und ihre Familien in der Kita“ kamen am 11. November Erzieherinnen und Erzieher, pädagogische Fachkräfte sowie Interessierte im Berufsförderungswerk Dresden zusammen.

 

„Die Kita ist der lebendigste und wirksamste Integrationsort“, betonte Arnfried Schlosser vom Sächsischen Staatsministerium für Kultur zu Beginn der Veranstaltung. Auch Jan-Ulrich Spies vom Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" sprach den Beginn des Integrationsprozesses den Kitas zu: „Genau da setzt das Programm an: Die Kinder bekommen die Chance, gesellschaftlichen Zusammenhalt von Anfang an mitzuerleben.“

 

Praktische Tipps für den Kitaalltag

In Praxisworkshops fand ein reger Austausch zu den brennenden Fragen des Kitaalltags mit Flüchtlingskindern statt: Wie sind die Lebenssituationen von schutzsuchenden Familien? Welche Unterstützung benötigt ein Kind, das Flucht erlebt hat? Wie kann eine Erziehungspartnerschaft mit Eltern trotz sprachlicher Barrieren und kultureller Unterschiede funktionieren?

 

Im Workshop „Posttraumatische Belastungsstörung bei Kindern und ihre Bewältigung“ lernten die Teilnehmenden praktische Übungen für den Kitaalttag kennen — beispielsweise Entspannungstechniken für Kinder mit traumatischen Erfahrungen. Zum Thema „Kita als diskriminierungsfreier Raum“ diskutierten die Erzieherinnen und Erzieher, wie mit diskriminierenden Äußerungen von Kindern oder auch Eltern umzugehen sei. Der Austausch in Kleingruppen ermöglichte eine interaktive Auseinandersetzung.

 

Der Fachtag fand im Rahmen des Programms WillkommensKITAs der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung statt. Das Modellprogramm unterstützt sachsenweit zehn Kindertageseinrichtungen dabei, zu interkulturellen Orten zu werden, an denen Kinder aus asylsuchenden Familien willkommen sind und sich wohlfühlen.

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