Rückblick: "Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern – Die Handlungsfelder zu einem geplanten Qualitätsentwicklungsgesetz"

Am 15. Februar lud die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zum Fachtag "Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern" ein, um mit einem breiten Teilnehmerkreis über die Handlungsfelder des geplanten Qualitätsentwicklungsgesetzes zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde unterstützt durch das Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung, BeKi, sowie Qualität vor Ort.

 

Rund 85 Teilnehmende folgten der Einladung in das Jugendkulturzentrum Pumpe in Berlin-Mitte. Nach der Begrüßung durch Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Jugend und Familie, stimmten mehrere Impulsvorträge die Teilnehmenden auf das Thema ein und gaben erste Anstöße zum Dialog. Marion Binder, Leiterin des Referats "Ausbau und Qualität der Kindertagesbetreuung" im BMFSFJ verdeutlichte in ihrem Impuls die Bedeutung des Qualitätsprozesses als einen Meilenstein auf dem Weg zu guter Kindertagesbetreuung. Dabei hob sie auch den partizipativen Prozess hervor, den das Land Berlin mit dem Fachtag angestoßen hat: „Ich finde es großartig, dass sich das Land Berlin schon jetzt auf den Weg macht und überlegt, wie ein Qualitätsentwicklungsgesetz bestmöglich entlang der landesspezifischen Rahmenbedingungen ausgestaltet werden kann. Dass dies gemeinsam mit so vielen verschiedenen Akteuren in einem partizipativen Prozess geschieht finde ich besonders wichtig, da hierdurch von Anfang an die vielfältigen Perspektiven und wertvollen Erfahrungen aufgenommen und dann im weiteren Prozess berücksichtigt werden können.“ Im Anschluss gab Kirstin Fussan, Abteilungsleiterin Jugend und Familie in der Senatsverwaltung, einen Überblick über den Stand der verschiedenen Bundesprogramme in Berlin. Katja Grenner und Dorothee Thielen, Mitglieder der AG Qualitätsvereinbarung, stellten die neun Handlungsfelder des Qualitätsentwicklungsgesetzes ins Zentrum ihres Impulsvortrages.

 

Anschließend startete die Dialogphase des Fachtags. In einem Worldcafé beschäftigten sich die Teilnehmenden an zwölf Tischen mit der Frage, in welchem Handlungsfeld sie die größten Entwicklungschancen sehen und warum. Diskutiert wurden Themen wie: Fachkräftegewinnung und bedarfsgerechte Ausbildung, benötigte Kompetenzen von und Qualifizierungen für Kitaleitungen oder die Bedeutung von Fachberatungen. Nach der Mittagspause ging es in Workshops zu den einzelnen Handlungsfeldern weiter. Die Teilnehmenden ordneten sich den Handlungsfeldern nach eigenem Interesse zu. Im Ergebnis wurde zu fünf Handlungsfeldern erarbeitet, was bereits gut läuft in Berlin, wo es Baustellen gibt und was vielleicht auch erste Maßnahmen sein könnten. Die fünf ausgewählten Handlungsfelder (HF) waren: ein guter Fachkraft-Kind-Schlüssel (HF 3), qualifizierte Fachkräfte (HF 4), Stärkung der Leitung (HF 5), Bildung, Entwicklungsförderung und Gesundheit (HF 7) sowie Steuerung im System (HF 9).

 

Zum Abschluss präsentierten die Teilnehmenden in „Flammenden Reden“ im Plenum die Ergebnisse und Argumente für ein Handlungsfeld. Dann durften alle Teilnehmenden zu den Klebepunkten greifen und einzelne Handlungsfelder priorisieren. Es zeigte sich, dass der Teilnehmerkreis dieses Fachtags es als besonders wichtig und erfolgsversprechend für die Qualitätsentwicklung in Berliner Kindertagesstätten erachtet, wenn das Engagement und die Gelder des Qualitätsentwicklungsgesetzes in Berlin in die Handlungsfelder ein guter Fachkraft-Kind-Schlüssel (HF 3), qualifizierte Fachkräfte (HF 4) und Stärkung der Leitung (HF 5) fließen. An dem Fachtag teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter der Verbände, Trägervertreter und Leitungen der Eigenbetriebe, Fachberatungen, Mitarbeitende der Jugendämter, Personen aus der Kitapraxis und der Aus- und Weiterbildung sowie Eltern.

 

„Jedes Kind braucht einen gesicherten Zugang zu guter Kindertagesbetreuung, unabhängig von seiner Herkunft und seinem Wohnort. Bei diesem Fachtag ging es darum zu ergründen, wie Berlin im Bereich Kita-Qualität noch besser werden kann. Es hat mich gefreut, dass so viele Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen gekommen sind, um ihre Expertise und ihr Wissen in die Diskussionen rund um das Qualitätsentwicklungsgesetz und dessen neun Handlungsfelder einzubringen. Ausgerüstet mit den Ergebnissen des Fachtages sollen die ausgewählten Maßnahmen und Handlungsfelder ausgestaltet und eine mögliche Zielvereinbarung zwischen dem Land und dem Bund vorbereitet werden“, fasst Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Jugend und Familie, die Veranstaltung zusammen.

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