Kein Raum für Qualität? Wie Großstädte neue Lernorte gestalten

 

 

 

Treffen der Fachgruppen „Diversität und Bildung“ sowie „Bildung und Stadtentwicklung“ im Großstadtnetzwerk

 

Donnerstag, 7. Dezember 2017, 12:30 Uhr, bis Freitag, 8. Dezember 2017, 14:00 Uhr

Stadtteilzentrum KroKuS, Thie 6, 30539 Hannover

 

Großstädte wachsen, Quartiere wachsen. Das stellt nicht nur Anforderungen an bezahlbaren Wohnraum, sondern auch an die Infrastruktur für Kinder und Jugendliche. Doch städtischer Raum ist knapp. Kommunen stehen unter Druck, dem steigenden Anteil an Kindern und Jugendlichen mit einem entsprechenden Raumangebot zu begegnen.

 

Zugleich werden die Gruppen innerhalb sozialer und pädagogischer Einrichtungen heterogener. Besonders dort, wo viele Neuzugewanderte ihren Lebensmittelpunkt finden, übernehmen Schulen, Kitas, Jugendarbeit und Bibliotheken, Freiflächen, Spiel- und Sportplätze wichtige Funktionen. Die Anforderungen an die pädagogische Arbeit verändern sich und mit ihnen die qualitativen Ansprüche an Lernorte im Quartier. Wo es aus fachlicher Sicht neue Raumkonzepte bräuchte, herrscht vielfach Raumnot.

 

Wie können Kommunen dieser Situation begegnen? Warum sollte die Frage nach Qualität bei allem Handlungsdruck nicht zurückgestellt werden? Den Einstieg übernimmt Professor i. R. Dr. Jörg Ramseger von der Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe der Freien Universität Berlin mit einer Keynote zum Zusammenspiel von Raum und Pädagogik.

 

Es folgen Inputs zu drei Lösungsansätzen:

1)    Bestehende Räume gemeinsam nutzen – innerhalb eines Bildungsverbunds, z.B. als Kooperation von Jugendhilfe und Schule
2)    Neuen Raum für Bildung improvisieren und Übergangslösungen einrichten – z.B. mittels Um- und Zwischennutzung oder Mobilbauten
3)    Neubauten langfristig und integriert planen – mit der Stadtentwicklung kooperieren

 

Welche Ansätze eignen sich unter welchen Bedingungen? Welche spezifischen Hürden stellen sich, wenn quantitative und qualitative Aspekte in Balance gebracht werden müssen? Welche Strukturen der Zusammenarbeit haben sich bewährt und wie lassen sie sich festigen? Was bedeutet das konkret für die Verzahnung von Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung mit der Stadtentwicklung? Welchen Part kann ein lokales und kommunales Bildungsmanagement übernehmen?

Diese Fragen diskutieren wir anhand von Beispielen aus der Gastgeberstadt und weiteren Städten.

 

Zum Programm

 

Interessierte können sich hier noch bis zum 24. November anmelden.

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