Ergebnisse der Befragung der Netzwerke und Modellkommunen

 

 

   

 

Zum Programmende hat Qualität vor Ort noch einmal einen Blick auf die Erfahrungen der teilnehmenden Netzwerke und Modellkommunen geworfen und im Oktober eine Onlinebefragung zur Selbstevaluation und für ein abschließendes Feedback durchgeführt. In diesem Rahmen konnten 100 wertvolle Rückmeldungen ausgewertet werden. Der Schwerpunkt der Befragung lag auf der Analyse der Programmangebote hinsichtlich deren Nutzen und der erreichten Wirksamkeit vor Ort.

 

Was haben wir angeboten und angestoßen?

 

Die Netzwerke und Modellkommunen wurden durchschnittlich über 15 Monate begleitet, währenddessen haben die Netzwerke im Durchschnitt drei bis vier Angebote von Qualität vor Ort wahrgenommen. Die Betreuung der Modellkommunen war intensiver. Hier wurden durchschnittlich fünf Angebote genutzt. Das zentrale Unterstützungsangebot von Qualität vor Ort, die Prozessbegleitungen, waren dabei besonders nachgefragt. Auch Netzwerktreffen und ein Netzwerkformat speziell für die Modellkommunen – die sogenannten Akademien – wurden häufig besucht. Die Einschätzungen zu den wertvollsten Angeboten von Qualität vor Ort gehen damit Hand in Hand: Prozessbegleitungen sind besonders häufig unter den Top drei, aber auch die Akademien, Qualifizierungsangebote und Beratungen durch die Servicebüros vor Ort wurden als sehr hilfreich eingeschätzt. Zudem gab es überwiegend starke Zustimmung bei den durch Qualität vor Ort angestoßenen Veränderungen (im Schnitt wurden 84% der abgefragten Veränderungen als mindestens teilweise erreicht gesehen). Hierzu zählen unter anderem die Entwicklung einer gemeinsamen Vision, die Umsetzung sowie die Zielerreichung der geplanten Maßnahmen, die Beteiligung verschiedener Aukteure und Akteurinnen und auch die Generierung von Ergebnissen, von denen Kinder und ihre Familien direkt profitieren. Letzterer Aussage stimmten die Netzwerke in 64% und die Modellkommunen in 42% der Fälle zu (trifft zu oder trifft eher zu).

 

„Es ist für den Sozialraum und die Menschen, die in diesem Sozialraum leben, ein großer Gewinn.“

 

Wie geht es in den Netzwerken und Modellkommunen weiter? Die große Mehrheit wird auch nach Ablauf des Programms gemeinsam weiter an einer guten Qualität in der frühen Bildung vor Ort arbeiten (94% der Modellkommunen, 84% der Netzwerke) und die Erkenntnisse, die Qualität vor Ort hervorgebracht hat, weiter nutzen. Darüber hinaus geben die O-Töne aus der Befragung Aufschluss über konkrete Ergebnisse, die durch Qualität vor Ort angeschoben wurden, wie beispielsweise die Etablierung einer klaren Netzwerkstruktur, ein einheitliches Konzept zur frühkindlichen Bildung, ein trägerunabhängiger Elternbeirat, der Ausbau der ämterübergreifenden Zusammenarbeit sowie insgesamt eine Beteiligung, die „lebendiger, aktiver und bereichernder“ geworden ist. Die Zufriedenheit mit dem Programm und seinen Angeboten ist mit 90% Zustimmung sehr hoch und fast alle Befragten würden die Teilnahme am Programm empfehlen, nur für 2% ist eine Weiterempfehlung eher nicht wahrscheinlich.

 

Einordnung der Ergebnisse

 

Veränderungen vor Ort unter Beteiligung aller wichtigen Partner, der Verwaltung und Politik zu erreichen, erfordert in aller Regel einen langen Atem und mehrjährige Prozesse. So wurde beispielsweise im Schweizer Programm Primokiz, dessen Ansatz in den Modellkommunen von Qualität vor Ort nach Deutschland transferiert wurde, eine Umsetzungszeit von drei Jahren zugrunde gelegt. In Qualität vor Ort war die Umsetzungszeit mit durchschnittlich 15 Monaten jedoch deutlich kürzer. Auch Netzwerke, die sich weniger umfassende Ziele setzen, aber dennoch kommunale Änderungsprozesse vorantreiben, arbeiten häufig deutlich länger zusammen. Die erzielten Ergebnisse, von denen die Akteure berichten, müssen vor dem Hintergrund der recht kurzen Begleitung interpretiert werden. Die Aussagen von Teilnehmenden, die hier beispielhaft in den detaillierten Informationen zu den Befragungsergebnissen zitiert werden, sprechen vor diesem Hintergrund für ausgesprochen positive Resultate.

 

Kontakt für Rückfragen zur Onlinebefragung:

Valeska Pannier
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)
Tel:  030 25 76 76 - 866
Email: valeska.pannier[at]dkjs.de

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