Digitale Bildung in Kitas

Der Qualitätsdialog in Frankfurt am Main löst verhärtete Fronten auf und liefert Anregungen für den Betreuungsalltag.

Qualitätsentwicklung in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung im digitalen Zeitalter ist kein einfaches Thema: „Digitale Medien haben in Kitas nichts zu suchen!“ oder „Kitas müssen Kinder so früh wie möglich auf digitale Medien vorbereiten!“ – diese zwei extremen Einstellungen sollten am 3. November in Frankfurt am Main aufgelöst werden.

 

60 Teilnehmende aus dem Bereich der frühen Bildung waren zum Qualitätsdialog ins Ka Eins im Ökohaus in Frankfurt gekommen, um ihre Erfahrungen zur Digitalisierung in Kindertageseinrichtungen auszutauschen und neue Impulse für die tägliche Arbeit zu bekommen. Nach einem Grußwort von Cornelia Lange, Abteilungsleiterin Familie im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, erkläre Prof. Dr. Stefan Aufenanger den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, was beim Thema Digitalisierung der Kindheit aus wissenschaftlicher Sicht zu beachten ist: Er regt dazu an, sich Studien in diesem Bereich mit natürlicher Skepsis zu nähern und genau zu hinterfragen, wie die Studien entstanden seien und worauf sie sich bezögen. Trotzdem sollte man als pädagogische Fachkraft offen sein gegenüber den neuen Entwicklungen. Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher könnten ermöglichen, dass Medien in Kitas und Kindertagespflege gewinnbringend eingesetzt werden könnten. Diese Idee teilten auch die Teilnehmenden in der anschließenden Diskussion. Sie sprachen aus ihrer Praxis allerdings auch von den Ängsten, die viele Eltern dem Umgang mit Medien in Kitas entgegenbrächten.

 

In der zweiten Phase des Tages standen für die anwesenden Kita-Fachkräfte Workshops auf dem Programm: Wie können Kinder zu einem bewussten Umgang mit Medien erzogen werden – das heißt wie gehen sie kreativ mit Medien um, statt sie nur zu konsumieren? Wie kann man Tablets im Betreuungsalltag einsetzen? Und welche Möglichkeiten zu einer besseren Dokumentation bringt die Digitalisierung mit sich? In sechs verschiedenen Sessions konnten die Teilnehmenden voneinander lernen, eigene Fragen diskutieren und so am Ende des Tages gestärkt in ihren Arbeitsalltag zurückkehren.

 

Als Rahmenprogramm stand bei der Veranstaltung übrigens eine digitale Schnitzeljagd an: Über eine App beantworteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fragen zur digitalen Bildung in Kindertageseinrichtungen und konnten so selbst erfahren, wie man mit spielerischen Methoden den reflektierten Umgang mit digitalen Medien erlernen und verbessern kann.

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