Kinderreporter im Einsatz

 

Die Dialogkonferenz am 27. Juni in Berlin nimmt die Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern in den Blick und legt den Fokus auf die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe.

 

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft des Landes Berlin, knüpft hier an und zeigt am Beispiel des Berliner Campus Efeuweg, wie sehr sich Schule in den letzten Jahren verändert hat. Gerade in Berlin müsse man neuen Herausforderungen wie der ständig wachsenden Bevölkerungsanzahl begegnen. Dabei darf man kein Kind aus dem Blick verlieren – im Efeuweg gibt es deshalb ein multiprofessionelles Team, das sich speziell mit den Übergängen im Bildungssystem befasst und für jedes Kind die optimale Lösung findet.

 

Zur Empirie einer unübersichtlichen Beziehung

Doch wie sieht es denn eigentlich aus in Deutschland? Wie viele Kinder nehmen ganztägige Betreuung in der Grundschule wahr? Und entspricht das Angebot auch dem Bedarf, den Eltern anmelden? Zur Beantwortung dieser Fragen zieht Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Vorstandsvorsitzender des DJI, Statistiken heran – die er jedoch gleich selbst relativieren muss. „Die Lage ist, freundlich formuliert, unübersichtlich geworden“, beginnt er seinen Vortrag zur Beziehung von Jugendhilfe und Grundschule in Deutschland. Und je länger man zuhört, desto klarer wird: Die Statistiken zur Nachmittagsbetreuung von Kindern im Grundschulalter sind nicht annähernd so verlässlich, wie beispielsweise die Zahlen, die man zu Kindern im Kita-Alter findet. Bereits die Begriffsklärung scheint schwierig: Was in einigen Bundesländern Hort heißt, nennt sich in anderen Übermittagsbetreuung, offener Ganztag, oder ganz anders. Eines scheint jedoch klar zu sein: Der Bedarf an Nachmittagsbetreuung und auch die tatsächliche Inanspruchnahme sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Heute werden etwa 1/3 aller Grundschulkinder in Deutschland auch am Nachmittag durch Schule oder Jugendhilfe betreut. Umso wichtiger ist es laut Rauschenbach, dass sich Jugendhilfe und Schule annähern, kooperieren und zum Wohle der Kinder die Stärken beider Systeme gut kombinieren.  Das sei das Zukunftsziel, wenn es um eine qualitativ hochwertige Ganztagsbetreuung geht.

Kinderreporter im Einsatz

Während die Teilnehmenden in der Mittagspause den Impulsvortrag noch diskutieren, laufen in der Kinderredaktion im Dachgeschoss der Kalkscheune bereits die Tatstaturen heiß. 8 Jungen und Mädchen einer Schulzeitungs-AG aus Berlin waren extra zur Veranstaltung gekommen, um sich selbst ein Bild zu machen: Was sagen die Politikerinnen dazu, dass es an manchen Schulen noch Probleme gibt, für alle Schüler einen Betreuungsplatz bereitzustellen? Und war die Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung eigentlich selber mal im Hort? Adam, Aleyna, Aysenur, Dzuliana, Kasimi, Nana, Nova und Vincent wollen es ganz genau wissen und treffen Sandra Scheeres, Dr. Heike Kahl und Caren Marks zum Interview. Ihre Ergebnisse halten die jungen Reporter in einer Zeitung fest, die am Ende des Fachtags an alle verteilt wird.
Lesen Sie hier die Kinderzeitung

 

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