Gute Betreuung für große Kinder

Die Dialogkonferenz am 27. Juni in Berlin nimmt die Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern in den Blick und legt den Fokus auf die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe.

„Ich würde gerne mal versuchen, einen Tag ohne Erwachsene zu schaffen. Aber es ist halt ein bisschen schwierig.“, ertönt eine Kinderstimme aus dem Lautsprecher und rund 200 Erwachsene schmunzeln. Die Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Jugendhilfe, Politik und Verwaltung treffen sich auf dem Fachtag „Ganztag gemeinsam“ am 27. Juni in der Berliner Kalkscheune, um darüber zu sprechen, wie gute Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder in ganz Deutschland gewährleistet werden kann. Die Kooperation zwischen Grundschulen und Trägern der Jugendhilfe steht dabei im Mittelpunkt. Welche Vorteile hält die Jugendhilfe für die Kinder bereit? Wo sind Stärken des Schulsystems? Und wieso arbeiten Grundschule und Jugendhilfe nicht einfach überall gewinnbringend zusammen, wie sie es an vielen Standorten bereits tun? Mit dieser Veranstaltung nahm Qualität vor Ort die frühe Bildung, Betreuung und Erziehung der Grundschulkinder in den Blick.

 

Das Kind im Mittelpunkt

Doch bevor über Systeme, Professionen und Kooperationen diskutiert werden kann, werden die Anwesenden noch einmal daran erinnert, wer bei ihren Bemühungen tatsächlich im Mittelpunkt stehen sollte – nämlich die Kinder selbst. Wie stellen sich Kinder die Nachmittagsbetreuung vor? Welche guten Erfahrungen haben sie an ihren Schulen schon gemacht? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, war die Journalistin Barbara Leitner an einer Berliner Grundschule unterwegs. Die Zitate, die sie dabei einsammeln konnte, sind auf der Veranstaltung nicht nur als Eröffnung des Plenums zu hören. Sie hängen auch in bunten Sprechblasen von der Decke und sind so für alle Teilnehmenden den ganzen Tag über sichtbar.

Für Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, ist das Thema Ganztagsbetreuung nicht neu: „Solange es die Stiftung gibt, solange ist die Ganztagsbetreuung in Kooperation von Schule und Jugendhilfe bei uns ein wichtiges Thema“, sagt sie während ihres Grußwortes.

 

Caren Marks, parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hebt in ihrer Eröffnungsrede die Wichtigkeit des Themas hervor. Eltern seien darauf angewiesen, dass ihr Nachwuchs auch nach dem Wechsel von der Kita in die Grundschule optimal betreut und bestmöglich gefördert wird, erklärte sie. „Ganztag eröffnet Teilhabechancen. Aber nur, wenn er gut gemacht ist“, sagt sie zu diesem Problem der Betreuungslücke für Grundschulkinder. In ihrem Grußwort stellt sie noch einmal heraus, dass es auf dem Fachtag in erster Linie um die Kinder gehen müsse, für die Schule nicht nur ein Lern-, sondern längst auch ein Lebensort sei.

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Die Veranstaltung aus Sicht der Kinder

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