Bildungsfrühstück in Saarbrücken

 

 

   

 

Im Rahmen des Bundesprogramms Qualität vor Ort haben das saarländische Ministerium für Bildung und Kultur und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung am 7.12. zu einem Bildungsfrühstück in der Landeshauptstadt Saarbrücken eingeladen.  

Etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Verwaltung, Politik, Kita-Trägern, Fachkräften und Medien haben in lockerer Atmosphäre miteinander diskutiert, wie die Qualität in der Frühen Bildung im Saarland gesichert und weiterentwickelt werden kann.  Staatssekretärin Christine Streichert-Clivot nahm an dem Frühstück teil und folgte den lebhaften Gesprächen an den Tischgruppen. „Bildung ist kein Luxusthema. Wir müssen uns mit aller Kraft für mehr Chancengerechtigkeit beim Bildungszugang engagieren. Und zwar so früh für wie möglich!“, so Streichert-Clivot.  

 

Als thematische Startpunkte für die Diskussionen an den Tischen wurden die Punkte des Communiqués „Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herangezogen. Diese spielten schon bei den 50 Dialogen für frühe Bildung eine zentrale Rolle, die die DKJS zum Start des Programms Qualität vor Ort bundesweit veranstalte. „Mit dem Communiqué hat Qualität vor Ort begonnen und nun beenden wir das Programm auch damit. Das ist doch sehr charmant. Wir richten den Blick darauf, was in der Zwischenzeit passiert ist und auch ganz entschieden darauf, was in Zukunft noch passieren soll“, erklärte Melissa Heine, die Leiterin des Programms im Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen.  

Während Qualität vor Ort nun endet, hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung das Saarland weiter fest im Blick. „Wir feiern im nächsten Jahr 25 Jahre DKJS und richten dazu unseren Blick entschieden Richtung Zukunft. Wir wollen uns und der Gesellschaft die Frage stellen: Welche Kompetenzen werden junge Menschen in Zukunft brauchen? Wie muss sich Bildung verändern, damit sie ihre Welt gestalten und ein gutes Leben führen können?“, erklärt Julia Schneider, Leiterin der DKJS Rheinland-Pfalz. 

 

Um diese Fragen für Südwestdeutschland zu beantworten, führt die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung am 24. Januar 2019 eine interaktive Veranstaltung in Mainz durch und erhofft sich dafür auch einen guten Input aus dem Saarland. Der Auftakt ist mit dem Bildungsfrühstück jedenfalls sehr vielversprechend. Interessierte können sich hier anmelden: https://eveeno.com/DKJS-25next 

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Ergebnisse der Befragung der Netzwerke und Modellkommunen

 

 

   

 

Zum Programmende hat Qualität vor Ort noch einmal einen Blick auf die Erfahrungen der teilnehmenden Netzwerke und Modellkommunen geworfen und im Oktober eine Onlinebefragung zur Selbstevaluation und für ein abschließendes Feedback durchgeführt. In diesem Rahmen konnten 100 wertvolle Rückmeldungen ausgewertet werden. Der Schwerpunkt der Befragung lag auf der Analyse der Programmangebote hinsichtlich deren Nutzen und der erreichten Wirksamkeit vor Ort.

 

Was haben wir angeboten und angestoßen?

 

Die Netzwerke und Modellkommunen wurden durchschnittlich über 15 Monate begleitet, währenddessen haben die Netzwerke im Durchschnitt drei bis vier Angebote von Qualität vor Ort wahrgenommen. Die Betreuung der Modellkommunen war intensiver. Hier wurden durchschnittlich fünf Angebote genutzt. Das zentrale Unterstützungsangebot von Qualität vor Ort, die Prozessbegleitungen, waren dabei besonders nachgefragt. Auch Netzwerktreffen und ein Netzwerkformat speziell für die Modellkommunen – die sogenannten Akademien – wurden häufig besucht. Die Einschätzungen zu den wertvollsten Angeboten von Qualität vor Ort gehen damit Hand in Hand: Prozessbegleitungen sind besonders häufig unter den Top drei, aber auch die Akademien, Qualifizierungsangebote und Beratungen durch die Servicebüros vor Ort wurden als sehr hilfreich eingeschätzt. Zudem gab es überwiegend starke Zustimmung bei den durch Qualität vor Ort angestoßenen Veränderungen (im Schnitt wurden 84% der abgefragten Veränderungen als mindestens teilweise erreicht gesehen). Hierzu zählen unter anderem die Entwicklung einer gemeinsamen Vision, die Umsetzung sowie die Zielerreichung der geplanten Maßnahmen, die Beteiligung verschiedener Aukteure und Akteurinnen und auch die Generierung von Ergebnissen, von denen Kinder und ihre Familien direkt profitieren. Letzterer Aussage stimmten die Netzwerke in 64% und die Modellkommunen in 42% der Fälle zu (trifft zu oder trifft eher zu).

 

„Es ist für den Sozialraum und die Menschen, die in diesem Sozialraum leben, ein großer Gewinn.“

 

Wie geht es in den Netzwerken und Modellkommunen weiter? Die große Mehrheit wird auch nach Ablauf des Programms gemeinsam weiter an einer guten Qualität in der frühen Bildung vor Ort arbeiten (94% der Modellkommunen, 84% der Netzwerke) und die Erkenntnisse, die Qualität vor Ort hervorgebracht hat, weiter nutzen. Darüber hinaus geben die O-Töne aus der Befragung Aufschluss über konkrete Ergebnisse, die durch Qualität vor Ort angeschoben wurden, wie beispielsweise die Etablierung einer klaren Netzwerkstruktur, ein einheitliches Konzept zur frühkindlichen Bildung, ein trägerunabhängiger Elternbeirat, der Ausbau der ämterübergreifenden Zusammenarbeit sowie insgesamt eine Beteiligung, die „lebendiger, aktiver und bereichernder“ geworden ist. Die Zufriedenheit mit dem Programm und seinen Angeboten ist mit 90% Zustimmung sehr hoch und fast alle Befragten würden die Teilnahme am Programm empfehlen, nur für 2% ist eine Weiterempfehlung eher nicht wahrscheinlich.

 

Einordnung der Ergebnisse

 

Veränderungen vor Ort unter Beteiligung aller wichtigen Partner, der Verwaltung und Politik zu erreichen, erfordert in aller Regel einen langen Atem und mehrjährige Prozesse. So wurde beispielsweise im Schweizer Programm Primokiz, dessen Ansatz in den Modellkommunen von Qualität vor Ort nach Deutschland transferiert wurde, eine Umsetzungszeit von drei Jahren zugrunde gelegt. In Qualität vor Ort war die Umsetzungszeit mit durchschnittlich 15 Monaten jedoch deutlich kürzer. Auch Netzwerke, die sich weniger umfassende Ziele setzen, aber dennoch kommunale Änderungsprozesse vorantreiben, arbeiten häufig deutlich länger zusammen. Die erzielten Ergebnisse, von denen die Akteure berichten, müssen vor dem Hintergrund der recht kurzen Begleitung interpretiert werden. Die Aussagen von Teilnehmenden, die hier beispielhaft in den detaillierten Informationen zu den Befragungsergebnissen zitiert werden, sprechen vor diesem Hintergrund für ausgesprochen positive Resultate.

 

Kontakt für Rückfragen zur Onlinebefragung:

Valeska Pannier
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)
Tel:  030 25 76 76 - 866
Email: valeska.pannier[at]dkjs.de

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Guter Ganztag in Kooperation – gemeinsam, vielfältig, kindgerecht

 

 

   

 

Wie sieht gute Qualität im Ganztag unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen aus? Welche Faktoren tragen zum Gelingen der Kooperation von Kinder- und Jugendhilfe und Schule bei? Und was verstehen die Kooperationspartnerinnen und -partner jeweils unter einer guten Angebotsqualität? Im Koalitionsvertrag kündigt die Bundesregierung an, einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuungs- und Bildungsangebote für Kinder im Grundschulalter bis zum Jahr 2025 einzuführen. Das bietet Anlass, bundesweit über vielfältige, erfolgreiche Wege der Gestaltung von qualitativ hochwertigen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsangeboten für alle Kinder im Grundschulalter zu diskutieren. Den Rahmen dafür bildete der Fachtag „Guter Ganztag in Kooperation – gemeinsam, vielfältig, kindgerecht“ am 29. November 2018 im Umweltforum in Berlin. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam durch die Programme Qualität vor Ort und Ganztägig bilden der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren auch einige Akteure aus den Qualität vor Ort-Netzwerken. So stellte beispielsweise das Netzwerk „Wir gehen aufs GANZE!“ Erfahrungen vor und gab Tipps, wie Kooperation gelingen kann.

 

Kooperation und Kindorientierung im Fokus

 

Im Zentrum der Veranstaltung standen bedarfsgerechte Angebote für Grundschulkinder. Die Kooperation zwischen Schule und Kinder- und Jugendhilfe sowie eine erfolgreiche multiprofessionelle Zusammenarbeit sind dabei bei aller Vielfalt der Rahmenbedingen eine Voraussetzung für gute Qualität. Doch was trägt zu guter Zusammenarbeit bei und wie kann diese gelingen? Den zweiten zentralen Aspekt der Veranstaltung bildete die Kindorientierung. Welche Bedürfnisse haben Kinder? Wie müssen Angebote aussehen, um diesen gerecht zu werden?

 

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch einen Begrüßungs-Talk zwischen Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Jan Gloystein, Leiter des Bereichs Bildungshäuser & Kooperation Kinderwelt Hamburg e.V. und Ute Hussak-Thomsen, Schulleiterin der Grundschule Buschhausen in Niedersachsen. Bereits an dieser Stelle wurde deutlich, dass es verschiedene Ganzstages-Modelle gibt und keine einheitliche Lösung. Ein wichtiger Punkt für das Gelingen ist aber für alle, dass gemeinsam auf die Kinder und ihre Bedürfnisse geschaut wird.

 

Im Anschluss stellte Prof. Dr. Sascha Neumann, Universität Luxemburg, die Ergebnisse der 4. World Vision Kinderstudie vor. Dabei legte er den Fokus auf Rückschlüsse, die auf Ganztagsschule und ihre Ausgestaltung gezogen werden können. So ist es beispielsweise wichtig, dass Kinder die Angebote im Ganztag mitbestimmen können. In einem zweiten Input sprach Prof. Dr. Gunda Voigts, Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, über die Rolle von Kooperationen zwischen Lehrkräften, Schulsozialarbeiterinnern, Erziehern und nicht-pädagogischen Kräften. „Guter Ganztag kann nur dann gelingen, wenn die Interessen aller Beteiligten gehört werden“, lautet das Fazit. Auch darin wird die Wichtigkeit von Kooperation erneut deutlich.

 

Themenvielfalt in den Arbeitsphasen

 

Arbeitsphasen in kleinen Gruppen bildeten den zweiten Teil der Veranstaltung. Insgesamt wurden acht Workshops zu verschiedenen Themen rund um Ganztag, Kooperation und Kindorientierung angeboten. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit zwei Workshops zu besuchen. Nach kurzen Inputs, in denen Beispiele aus der Praxis vorgestellt wurden, gab es Zeit und Raum für Fragen, Diskussionen und Austausch. In der ersten Workshoprunde wurde die Frage, wie die ganztägige Erziehung, Bildung und Betreuung Kindern im Grundschulalter gerecht werden kann, beleuchtet. Den roten Faden der zweiten Arbeitsphase bildeten die Themen systematische Kooperation und multiprofessionelle Zusammenarbeit.

Auf dem Fachtag konnten Vertreterinnen und Vertreter der Schule und der Kinder- und Jugendhilfe ihre jeweilige Perspektive einbringen, sich über Gelingensbedingungen und Herausforderungen austauschen und die Gelegenheit nutzen sich zu vernetzen. Zum Abschluss des Fachtages trat der Poetry Slamer Jesko Harbert auf. Treffend formulierte er das Ziel, das wohl alle an diesem Tag teilen: „Kinder können so viel mehr, als bloß Stühle zu besetzen.“

 

Hier finden Interesierte das Protokoll des Fachtages.

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Neue Broschüre "Vielfalt in Kitas"

 

 

   

 

Zum Abschluss des hessischen Projekts Vielfalt in Kitas – Inklusive Bildung im Sozialraum kamen die Teilnehmenden am 21. November in Wiesbaden zusammen und präsentierten ihre Ergebnisse. Mit dabei: Die druckfrische Broschüre, in der wesentliche Erkenntnisse und gute Beispiele gebündelt werden. Im Projekt Vielfalt in Kitas der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung wurden seit 2015 Kitas und ihre Partner dabei begleitet, inklusive Bildung gemeinsam weiterzuentwickeln. Entstanden sind Runde Tische, Buchprojekte, Tage der Vielfalt, neue Formen der Zusammenarbeit mit Eltern und vieles mehr.

 

Konkrete Beispiele, hilfreiche Methoden und Erkenntnisse aus dem Projekt können in der Broschüre „Vielfalt in Kitas“ nachgelesen werden. „Damit liefern wir kein Patentrezept. Aber wir möchten Anregungen bieten und Mut machen, erste Schritte in Richtung Inklusion zu gehen. Denn ganz egal wo man anfängt: Es passiert was“, sagte Projektleiterin Vanessa Agné von der DKJS.

 

Die Publikation kann kostenlos als Printversion bei vanessa.agne[at]dkjs.de bestellt oder als PDF heruntergeladen werden.

 

Mehr zum Programm Vielfalt in Kitas finden Interessierte hier.

 

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Vierter Tag der Bildung findet am 8. Dezember 2018 statt

 

 

   

 

Am 8. Dezember 2018 findet der vierte Tag der Bildung statt. Durch den Stifterverband, die SOS-Kinderdörfer weltweit und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung ins Leben gerufen, soll der Aktionstag das Thema Bildung immer wieder neu auf die öffentliche Agenda setzen. Die Organisatoren wollen gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern, beispielsweise aus Wirtschaft, Politik oder Medien, Projekte anstoßen und fördern, die die Bildungschancen erhöhen. 

 

Engagement auf Projektlandkarte zeigen 

 

Wie schon im letzten Jahr bietet der Tag der Bildung auch 2018 Bildungsmacherinnen und Bildungsmachern die Möglichkeit, ihr Engagement öffentlich zu zeigen. Veranstaltungen und Aktionen können auf der Projektlandkarte unter www.tag-der-bildung.de/tdb-events eingetragen werden.

Unter dem Hashtag #TagderBildung sollen außerdem erneut Statements und Forderungen zum Thema Bildung in den sozialen Netzwerken verbreitet und gesammelt werden. Im Zentrum steht in diesem Jahr die Frage, wie Bildungsmacher und Bildungsmacherinnen, persönlich oder im Job, Bildung “zum Fliegen bringen”. So bringen zum Beispiel Erzieherinnen und Erzieher in einer Kita Bildung zum Fliegen, indem sie tagtäglich Kinder individuell fördern. Oder ein Lokalpolitiker postet, dass er sich für Veränderungen im Bildungssystem stark macht und bringt so Bildung zum Fliegen. Alle Beiträge auf Facebook, Twitter oder Instagram werden auf www.tag-der-bildung.de gesammelt. 

 

Weitere Informationen rund um den Aktionstag finden Interessierte unter www.tag-der-bildung.de 

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Vier Qualität vor Ort-Netzwerke nominiert

 

 

   

 

 

Für 25 Kitas und 15 lokale Bündnisse für frühe Bildung geht es in die nächste Runde um den Deutschen Kita-Preis. Sie haben sich gegen rund 1.600 weitere Bewerber durchgesetzt und sind nun für die Auszeichnung nominiert – darunter auch vier Netzwerke aus dem Programm Qualität vor Ort: das Netzwerk für frühe Bildung in Tarp, das Bildungshaus Lurup in Hamburg, das Hochwälder Familiennetzwerk HAFEN in Hermeskeil sowie das Netzwerk Bildung und Lernen aus Völklingen.

 

Im nächsten Schritt werden aus den Nominierten der beiden Kategorien je zehn Finalisten ausgewählt, die im Januar bekannt gegeben werden. Im Rahmen dieses Auswahlprozesses dürfen die nominierten Kitas nun Unterlagen einreichen, in denen sie ihre Stärken ausführlich darstellen können. Die Bündnisse für frühe Bildung werden sich in den kommenden Wochen in Telefoninterviews präsentieren.  Wer eine der begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen kann, entscheidet sich im Mai 2019. 

 

Weitere Informationen rund um den Deutschen Kita-Preis und eine vollständige Liste aller nominierten Kitas und Bündnisse finden Interessierte hier.  

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Den Blick in die Zukunft gerichtet

 

 

   

 

Am 24. Und 25. September fand die vierte und letzte Akademie für Modellkommunen im Rahmen von Qualität vor Ort statt. Modellkommunen sind Städte oder Gemeinden, die sich auf den Weg machen, ein integriertes, kommunales Gesamtkonzept der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung zu entwickeln und umzusetzen. Auf der Insel Schwanenwerder bei Berlin kamen Akteure aus den beteiligten Kommunen zusammen und warfen gemeinsam einen Blick auf die Arbeit der letzten 1 ½ Jahre und die kommende Zeit.

 

Nach der Begrüßung durch Philine Zimmerli, Jacobs Foundation, und Valeska Pannier, Programmleiterin Qualität vor Ort, begann der erste Tag der Akademie für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Rückblick und der Frage: Was ist während der Programmlaufzeit entstanden? Was gibt es inzwischen, was es vorher noch nicht gab?

 

Der Blick in die noch laufenden Prozesse verdeutlichte die Vielfalt der Modelkommunen, zeigte aber auch Gemeinsamkeiten. So hat sich beispielsweise in nahezu allen Modellkommunen eine erfolgreiche Zusammenarbeit über verschiedene Fachbereiche hinweg entwickelt. “Wir sind von einem Netzwerk zu einem Netzwerk der Netzwerke geworden.”, beschreibt ein Teilnehmer die neu entstandenen Strukturen. Anschließend kamen die Teilnehmenden in kleinen Gruppen zusammen und hatten Zeit, sich über Meilensteine und besonders bewegende Momente innerhalb ihres Prozesses, hin zu einer Strategie der frühen Kindheit, auszutauschen. Dabei wurden auch, wie üblich, viele Tipps und Ratschläge untereinander ausgetauscht. Welche Strategien haben sich besonders gut bewährt? Wie wurde in einer bestimmten Situation vorgegangen? Ein Input von Bert Helbig zum Thema wirksame Kommunikation rundete den ersten Tag ab und gab den Teilnehmenden wichtiges Handwerkszeug mit, damit auch in Zukunft die Anliegen der Modellkommunen noch mehr Gehör finden.

 

Trotz des anstehenden Programmendes von Qualität vor Ort stand auf der Akademie nicht der Abschied im Mittelpunkt. Besonders der zweite Tag wurde genutzt, um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Was steht als Nächstes an? Vor welchen Herausforderungen stehen die Kommunen? Auch hier konnten die Teilnehmenden erneut von den Erfahrungen der anderen Kommunen profitieren und wertvolle Anregungen mit nach Hause nehmen. “Alle Teilnehmenden sind hoch motiviert und haben sich auf unseren Akademien immer gegenseitig beraten. Das stärkt die eigene Arbeit, die fachliche Weiterbildung und fördert die Kreativität. Es wurden brennende Fragen beantwortet und ich freue mich, dass die Arbeit in unseren Modellkommunen weitergeht.”, sagt Valeska Pannier. Anschließend nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Chance zur Vernetzung, denn auch nach der Programmlaufzeit wollen die Modellkommunen miteinander im Austausch bleiben. Als Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung der bereits entstandenen Ergebnisse, bekamen die Modellkommunen zum Abschluss der Veranstaltungen Urkunden überreicht.

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Elternbefragung zu Betreuungsqualität in Norderstedt

 

   

 

Die Mehrheit der Eltern in Norderstedt (75 Prozent), deren Kinder einen Betreuungsplatz in einer Kita oder bei einer Kindertagespflegeperson haben, sind zufrieden mit der Betreuungs-Qualität. Dies ergab eine Online-Befragung, die die Modellkommune Norderstedt im Rahmen von Qualität vor Ort durchgeführt hat. “Das ist ein schönes Ergebnis für alle, die in den vergangenen Jahren viel Arbeit in die Qualitätsverbesserung in den Kitas gesteckt haben”, so Sabine Gattermann, Leiterin des Amtes für Schule, Sport und Kindertagesstätten in Norderstedt. 

 

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen zudem, dass Eltern sich größtenteils über die Internetseite der Stadt informieren. 80 Prozent der Befragten wünschen sich, dass an dieser Stelle alle notwendigen Informationen zu Familien-Themen gebündelt werden. Besonders wichtige Themen für Eltern sind das Anmeldeverfahren für einen Betreuungsplatz, eine Liste aller Betreuungsmöglichkeiten, Hinweise auf notwendige Behördengänge vor und nach der Geburt sowie eine Liste der Hebammen. Zu wenige Krippen- und Kita-Plätze werden von 38 Prozent der befragten Eltern als das größte Problem bei der Platzvergabe angesehen. Zudem zeigte sich, dass das Vergabeverfahren für die Eltern nur schwer nachvollziehbar ist. Sie wünschen sich hierbei mehr Transparenz, Information und weniger Aufwand bei der Anmeldung. 

 

Und welche Aspekte der Arbeit von Kita-Fachkräften und Kindertagespflegepersonen sind Eltern besonders wichtig? Neben der emotionalen Zuwendung sind “kompetente Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen” sowie das pädagogische Konzept für Eltern von großer Bedeutung. Wichtig sind aber auch der Personalschlüssel, die Nähe zum Wohnort und die Öffnungszeiten. Mit den Betreuungszeiten sind 38 Prozent der Befragten zufrieden, 37 Prozent wünschen sich hierbei mehr Flexibilität.  

 

Die Ergebnisse der Befragung werden den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses ausführlich vorgestellt. “Das Ziel von Qualität vor Ort ist, eine umfassende Strategie für die frühe Kindheit zu entwickeln”, so Sabine Gattermann. “Darüber müssen wir jetzt mit der Politik auf Basis der neuen Informationen ins Gespräch kommen.” 

 

Im Rahmen der Online-Umfrage wurden seit dem Frühjahr 2018 Eltern mit Kindern zwischen null und sechs Jahren befragt. Alle 3.408 Haushalte in Norderstedt mit Kindern diesen Alters hatten die Möglichkeit an der Befragung teilzunehmen. Zuvor kamen in drei sogenannten Fokusgruppen Mütter und Väter zu den Themen der Umfrage direkt zu Wort. 

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www.willkommenskitas.de – Neues Portal geht online

 

   

 

Kita-Teams brauchen Unterstützung bei der Bewältigung der alltäglichen Herausforderungen und Fragen: Wie gehen wir mit kultureller und sozialer Vielfalt um? Was ermutigt geflüchtete Eltern, sich in den Kita-Alltag einzubringen? Und wie lassen sich Sprachhürden überwinden? Seit 2014 unterstützt das Programm WillkommensKITAs Kitas in Sachsen dabei, Antworten auf diese und andere Fragen zu finden.

 

Ab sofort bündelt das neue Onlineportal www.willkommenskitas.de die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Programm WillkommensKITAs und macht sie weiteren Kitas und Interessierten bundesweit zugänglich. Das Portal richtet sich an pädagogische Fachkräfte in Kita, Kindertagespflege und Hort. Neben Praxisbeispielen, Reportagen und aktuellen Meldungen bietet die Website auch eine Materialdatenbank mit Arbeitsmaterialien und nützlichen Handreichungen für pädagogische Fachkräfte in Kitas.

 

Mit dem Onlineportal www.willkommenskitas.de will die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) Kitas in Sachsen und bundesweit bei der Integration von Kindern mit Flucht- und Migrationshintergrund unterstützen und ihnen helfen, ihre Qualität weiterzuentwickeln.

 

WilllkommensKITAs ist ein Programm der DKJS, gefördert durch die Auridis gGmbH und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

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„Wir gehen aufs GANZE – Das Netzwerk“ im Interview

 

   

 

Welche Ziele verfolgt das Netzwerk?

 

Unser Ziel als PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband Hamburg war und ist, die Kooperation von Schule und Jugendhilfe im Ganztag zu stärken. Für eine an den Kinderbedürfnissen orientierte Pädagogik und Umgebung im Sinne von: Ganz GEMEINSAM – Ganz KIND – Ganz STADTTEIL.

 

Das Netzwerk soll dafür Plattform, Ort des Austausches, der Anregungen und guten Ideen sein sowie ein Ort, der Mut macht. Im Rahmen des Programms Qualität vor Ort nahmen 25 Schulen aktiv als Tandem teil und setzten sich gemeinsam Ziele im Hinblick auf die Zusammenarbeit für Kinder im Ganztag.
Uns war besonders wichtig, nicht nur lose Treffen zu organisieren, sondern nachhaltige und verbindliche Prozesse zu initiieren und zu begleiten.

 

Was waren die Highlights der Netzwerkarbeit?

 

Im Grunde war jedes Netzwerktreffen ein Highlight. Zu erleben, dass die Teams die Treffen als Gewinn für ihre Zusammenarbeit sowie Weiterentwicklung betrachten und sich trotz vieler Herausforderungen im Alltag die Zeit dafür genommen haben, war wirklich beeindruckend. Viele gute Ideen haben sich auf diese Weise verbreitet und neue sind hinzugekommen, Kontakte wurden geknüpft und Besuche untereinander initiiert. Darüber hinaus haben sich aus dem Netzwerk heraus neue Formate entwickelt, wie zum Beispiel Veranstaltungen zu bestimmten Themen.

Besondere Highlights waren die gemeinsame Studienfahrt nach Dänemark und die „Zieleinfahrt“ am Ende der Teilnahme im Programm Qualität vor Ort.
Dazu hatten wir ein paar Gäste aus Behörden, Politik, Eltern und der DKJS eingeladen, denen die Teilnehmer im Netzwerk ihre Ziele und Ergebnisse präsentieren konnten. Es war sehr beeindruckend und berührend, so viele engagierte Teams zu erleben, die den Ganztag gemeinsam für Kinder weiterentwickeln wollen.

 

Was wurde erreicht?

 

An vielen Standorten wurden Raumkonzepte erarbeitet, die sich an den Bedürfnissen der Kinder nach Ruhe, Bewegung und Spiel orientieren. Es gab tolle Beispiele, wie Kinder und Eltern in dem Prozess beteiligt wurden.

Einige haben ihr Lernzeitkonzept verändert, um Kindern mehr Freiräume zu schaffen oder das pädagogische Personal am Nachmittag mit ihren Kompetenzen stärker einzubeziehen. Andere haben ein gemeinsames Kinderschutzkonzept entwickelt und das Kollegium für das Thema sensibilisiert.

Gemeinsame Leitbilder wurden erarbeitet und mit Leben gefüllt, Lehrerzimmer in Mitarbeiterräume umgewandelt, gemeinsame Projekte geplant und umgesetzt oder auch Strukturen für eine bessere Verzahnung geschaffen.

 

Insgesamt gesehen sind die Teams noch enger zusammengewachsen und haben sich gleichzeitig über ihre Schule hinaus stärker vernetzt. Man spürt ganz viel Bewegung und Motivation, etwas zu verändern.

 

Wie geht es in Zukunft weiter?

 

„Qualitätsentwicklung ist ein Prozess, der nie abgeschlossen ist!“, sagte Valeska Pannier so treffend in ihrem Beitrag auf unserer Abschlussveranstaltung im Programm Qualität vor Ort..
Auch ein Netzwerk selbst kann sich weiterentwickeln und wir haben schon einige Ideen dazu. Im September starten wir daher die zweite Etappe von „Wir gehen aufs GANZE – Das Netzwerk“, in der der Aspekt „Ganz KIND“ noch stärker in den Fokus gerückt wird.

 

 

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