Akteurinnen und Akteure der Modellkommunen trafen sich am 1. und 2. April in der Nähe von Göttingen

 

 

   

 

Ein herzliches Wiedersehen vieler Akteurinnen und Akteure der Modellkommunen gab es am 1. und 2. April im Waldschlösschen, in der Nähe von Göttingen.

 

Dort trafen sie sich zur Zugabe-Akademie – eine Zusatzveranstaltung, nachdem im September 2018 die letzte reguläre Akademie für Modellkommunen von Qualität vor Ort stattgefunden hatte. Über die zwei Jahre Programmlaufzeit hatten sie sich vier Mal im Rahmen der Akademie getroffen und waren gemeinsam zu einer Hospitationsreise in die Schweiz aufgebrochen.

 

Die Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet tauschten sich über aktuelle Fragen der frühen Bildung aus. Unter anderem warfen sie gezielt einen Blick auf den Stand in ihren Kommunen und die Veränderungs- und Entwicklungsprozesse, die durch Qualität vor Ort angestoßen wurden.

 

Zudem gab es Inputs zu verschiedenen Themen der Netzwerk- und Projektarbeit. So wurde in kleineren Arbeitsgruppen die Methode des Troika-Consulting erprobt. Eine Form von kollegialer Beratung, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als sehr gut einsetzbares und agiles Tool gelobt wurde.

 

Spannende und anregende Impulse setzte der Vortrag von Peter Apel, Geschäftsführer des Planungsbüros STADTKINDER aus Dortmund. Er zeigte, warum es so wichtig ist, dass Kinder Brachen und Freiräume in ihrem Umfeld haben und wie Spielplätze aussehen, auf denen Kinder auch wirklich spielen und sich entwickeln können. Seine Ideen und Ansätze für eine kinder- und familienfreundliche Stadtplanung stellen das Kind mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt – das entspricht genau dem Ansatz der Kindorientierung, der auch der Arbeit in Qualität vor Ort zugrunde gelegt wurde. Die Teilnehmenden nahmen viele Ideen für ihre Kommunen mit, wie Freiräume erhalten oder Plätze gestaltet werden können. Nach einem sehr lebendigen Vortrag des Autors Andreas Weber zu seinem Buch „Natur tut gut – Warum Kinder draußen glücklicher sind“ klang der Abend am Lagerfeuer gemütlich aus.

 

Am zweiten Tag wurde gemeinsam intensiv auf die Wirkung des Programms Qualität vor Ort geschaut. Was hat geholfen auf dem Weg zu einer Gesamtstrategie frühe Bildung, was war hinderlich, was hätte es gebraucht? Und welche Angebote des Programms waren hierbei besonders wichtig? Diese Erkenntnisse aus den einzelnen Kommunen werden nun aufbereitet.

 

Zum Abschied wurde dann noch das ein oder andere Tränchen verdrückt. Es wurde klar, dass man sich in dieser Zusammensetzung wohl das letzte Mal gesehen hat. Trotzdem war der neue Schwung und Elan zu spüren, den die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch von dieser Akademie mitnehmen, um vor Ort weiter an ihrem integrierten, kommunalen Gesamtkonzept der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung zu arbeiten.

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Multiprofessionelles Arbeiten in Kitas – Welche Kita-Teams brauchen wir in Zukunft?

 

 

   

 

Wie kommt es, dass ca. 35 Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung in Rheinland-Pfalz gemeinsam frühstücken und dabei darüber diskutieren, wie multiprofessionelles Arbeiten in Kita-Teams gelingen kann? Sie alle waren beim zweiten Bildungsfrühstück der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), dass dieses Mal gemeinsam mit dem Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) in Koblenz durchgeführt wurde. Auch das Bildungsministerium nahm als Kooperationspartner an der Veranstaltung teil.

 

„Nachdem wir Ende 2017 bereits zu einem Gedankenaustausch in Rheinland-Pfalz zu multiprofessionellen Teams in der Kita eingeladen hatten und das IBEB das Thema beim IV. KiTa-Kongress „KiTa multiprofessionell gestalten?!“ aufgriff, war es ein Anliegen von uns, gemeinsam an dem Thema weiterzuarbeiten“ berichtet Julia Schneider, Leiterin der DKJS Rheinland-Pfalz.

 

Frau Maria-Theresia Münch, wissenschaftliche Referentin beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., zuständig u.a. für Kindertagesbetreuung, frühe Bildung und Personal in Kindertageseinrichtungen eröffnete mit einem „Bildungshäppchen“. In diesem kurzen Impulsvortrag betonte sie, dass Multiprofessionalität für die Kitas eine Bereicherung und ein Qualitätsmerkmal darstellt, aber nicht als Notlösung für den Fachkräftemangel gesehen werden darf. Es braucht eine Rahmung, um Qualität und Fachlichkeit in Kitas zu schaffen.

 

Die Vertreterinnen und Vertreter von Kita-Trägern, Kita-Fachberatungen, Kita-Leitungen, Eltern und Gewerkschaften sprachen darüber, wie Arbeiten in einem multiprofessionellen Team gelingen kann. Zudem tauschten sie sich darüber aus, an welchen Stellen die Fachkräftevereinbarung für Rheinland-Pfalz neu diskutiert werden muss, wenn Multiprofessionalität immer mehr in den Fokus rückt.

 

"Bereits jetzt arbeiten viele Professionen in einer Kita. Es geht vor allem darum, dass Leitungen und Teams diese Vielfalt an Professionen nutzen, das geht nicht von selbst. Wenn wir uns vornehmen, auch mit multiprofessionellen Teams die Qualität in den Kitas zu verbessern, dann sind wir auf dem richtigen Weg" sagt Prof. Dr. Armin Schneider, Direktor des Instituts für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz.

 

Das zweite Bildungsfrühstück zeigte erneut: es braucht nicht viel für einen konstruktiven und facettenreichen Austausch. Auch komplexe Themen, wie multiprofessionelle Teams, können in offener Atmosphäre tiefgründig diskutiert werden.

Im Dezember 2018 fand bereits ein erstes Bildungsfrühstück zum Thema Qualität in der frühen Bildung im Saarland statt. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung am Standort Trier möchte den Austausch in lockerer Atmosphäre fest etablieren.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.dkjs.de

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Flyer: Gute Kitas mit Kindern gestalten

 

 

   

 

Im Diskurs über gute Kita-Qualität wird eine Sichtweise häufig außer Acht gelassen: die der Kinder selbst. Dabei bringt es viele Vorteile, wenn man die Jungen und Mädchen fragt, was sie in einer Kindertageseinrichtung brauchen und gut finden. Welche das sind und wie man die Kinder einbinden kann, das erklärt eine neue Publikation der DKJS.

 

Der Vierseiter bündelt die Erfahrungen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die zeigen, wie wertvoll und bereichernd eine kindorientierte Qualitätsentwicklung für Kinder und ihr gesamtes Umfeld ist. Neben Argumenten für Kommunen, die die Sicht der Kinder stärker einbinden wollen, bietet das Heft auch Tipps, mit welchen Methoden das ganz praktisch gelingt.

 

Den Flyer können Sie sich hier herunterladen.

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Bildungsfrühstück in Saarbrücken

 

 

   

 

Im Rahmen des Bundesprogramms Qualität vor Ort haben das saarländische Ministerium für Bildung und Kultur und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung am 7.12. zu einem Bildungsfrühstück in der Landeshauptstadt Saarbrücken eingeladen.  

Etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Verwaltung, Politik, Kita-Trägern, Fachkräften und Medien haben in lockerer Atmosphäre miteinander diskutiert, wie die Qualität in der Frühen Bildung im Saarland gesichert und weiterentwickelt werden kann.  Staatssekretärin Christine Streichert-Clivot nahm an dem Frühstück teil und folgte den lebhaften Gesprächen an den Tischgruppen. „Bildung ist kein Luxusthema. Wir müssen uns mit aller Kraft für mehr Chancengerechtigkeit beim Bildungszugang engagieren. Und zwar so früh für wie möglich!“, so Streichert-Clivot.  

 

Als thematische Startpunkte für die Diskussionen an den Tischen wurden die Punkte des Communiqués „Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herangezogen. Diese spielten schon bei den 50 Dialogen für frühe Bildung eine zentrale Rolle, die die DKJS zum Start des Programms Qualität vor Ort bundesweit veranstalte. „Mit dem Communiqué hat Qualität vor Ort begonnen und nun beenden wir das Programm auch damit. Das ist doch sehr charmant. Wir richten den Blick darauf, was in der Zwischenzeit passiert ist und auch ganz entschieden darauf, was in Zukunft noch passieren soll“, erklärte Melissa Heine, die Leiterin des Programms im Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen.  

Während Qualität vor Ort nun endet, hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung das Saarland weiter fest im Blick. „Wir feiern im nächsten Jahr 25 Jahre DKJS und richten dazu unseren Blick entschieden Richtung Zukunft. Wir wollen uns und der Gesellschaft die Frage stellen: Welche Kompetenzen werden junge Menschen in Zukunft brauchen? Wie muss sich Bildung verändern, damit sie ihre Welt gestalten und ein gutes Leben führen können?“, erklärt Julia Schneider, Leiterin der DKJS Rheinland-Pfalz. 

 

Um diese Fragen für Südwestdeutschland zu beantworten, führt die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung am 24. Januar 2019 eine interaktive Veranstaltung in Mainz durch und erhofft sich dafür auch einen guten Input aus dem Saarland. Der Auftakt ist mit dem Bildungsfrühstück jedenfalls sehr vielversprechend. Interessierte können sich hier anmelden: https://eveeno.com/DKJS-25next 

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Ergebnisse der Befragung der Netzwerke und Modellkommunen

 

 

   

 

Zum Programmende hat Qualität vor Ort noch einmal einen Blick auf die Erfahrungen der teilnehmenden Netzwerke und Modellkommunen geworfen und im Oktober eine Onlinebefragung zur Selbstevaluation und für ein abschließendes Feedback durchgeführt. In diesem Rahmen konnten 100 wertvolle Rückmeldungen ausgewertet werden. Der Schwerpunkt der Befragung lag auf der Analyse der Programmangebote hinsichtlich deren Nutzen und der erreichten Wirksamkeit vor Ort.

 

Was haben wir angeboten und angestoßen?

 

Die Netzwerke und Modellkommunen wurden durchschnittlich über 15 Monate begleitet, währenddessen haben die Netzwerke im Durchschnitt drei bis vier Angebote von Qualität vor Ort wahrgenommen. Die Betreuung der Modellkommunen war intensiver. Hier wurden durchschnittlich fünf Angebote genutzt. Das zentrale Unterstützungsangebot von Qualität vor Ort, die Prozessbegleitungen, waren dabei besonders nachgefragt. Auch Netzwerktreffen und ein Netzwerkformat speziell für die Modellkommunen – die sogenannten Akademien – wurden häufig besucht. Die Einschätzungen zu den wertvollsten Angeboten von Qualität vor Ort gehen damit Hand in Hand: Prozessbegleitungen sind besonders häufig unter den Top drei, aber auch die Akademien, Qualifizierungsangebote und Beratungen durch die Servicebüros vor Ort wurden als sehr hilfreich eingeschätzt. Zudem gab es überwiegend starke Zustimmung bei den durch Qualität vor Ort angestoßenen Veränderungen (im Schnitt wurden 84% der abgefragten Veränderungen als mindestens teilweise erreicht gesehen). Hierzu zählen unter anderem die Entwicklung einer gemeinsamen Vision, die Umsetzung sowie die Zielerreichung der geplanten Maßnahmen, die Beteiligung verschiedener Aukteure und Akteurinnen und auch die Generierung von Ergebnissen, von denen Kinder und ihre Familien direkt profitieren. Letzterer Aussage stimmten die Netzwerke in 64% und die Modellkommunen in 42% der Fälle zu (trifft zu oder trifft eher zu).

 

„Es ist für den Sozialraum und die Menschen, die in diesem Sozialraum leben, ein großer Gewinn.“

 

Wie geht es in den Netzwerken und Modellkommunen weiter? Die große Mehrheit wird auch nach Ablauf des Programms gemeinsam weiter an einer guten Qualität in der frühen Bildung vor Ort arbeiten (94% der Modellkommunen, 84% der Netzwerke) und die Erkenntnisse, die Qualität vor Ort hervorgebracht hat, weiter nutzen. Darüber hinaus geben die O-Töne aus der Befragung Aufschluss über konkrete Ergebnisse, die durch Qualität vor Ort angeschoben wurden, wie beispielsweise die Etablierung einer klaren Netzwerkstruktur, ein einheitliches Konzept zur frühkindlichen Bildung, ein trägerunabhängiger Elternbeirat, der Ausbau der ämterübergreifenden Zusammenarbeit sowie insgesamt eine Beteiligung, die „lebendiger, aktiver und bereichernder“ geworden ist. Die Zufriedenheit mit dem Programm und seinen Angeboten ist mit 90% Zustimmung sehr hoch und fast alle Befragten würden die Teilnahme am Programm empfehlen, nur für 2% ist eine Weiterempfehlung eher nicht wahrscheinlich.

 

Einordnung der Ergebnisse

 

Veränderungen vor Ort unter Beteiligung aller wichtigen Partner, der Verwaltung und Politik zu erreichen, erfordert in aller Regel einen langen Atem und mehrjährige Prozesse. So wurde beispielsweise im Schweizer Programm Primokiz, dessen Ansatz in den Modellkommunen von Qualität vor Ort nach Deutschland transferiert wurde, eine Umsetzungszeit von drei Jahren zugrunde gelegt. In Qualität vor Ort war die Umsetzungszeit mit durchschnittlich 15 Monaten jedoch deutlich kürzer. Auch Netzwerke, die sich weniger umfassende Ziele setzen, aber dennoch kommunale Änderungsprozesse vorantreiben, arbeiten häufig deutlich länger zusammen. Die erzielten Ergebnisse, von denen die Akteure berichten, müssen vor dem Hintergrund der recht kurzen Begleitung interpretiert werden. Die Aussagen von Teilnehmenden, die hier beispielhaft in den detaillierten Informationen zu den Befragungsergebnissen zitiert werden, sprechen vor diesem Hintergrund für ausgesprochen positive Resultate.

 

Kontakt für Rückfragen zur Onlinebefragung:

Valeska Pannier
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)
Tel:  030 25 76 76 - 866
Email: valeska.pannier[at]dkjs.de

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Guter Ganztag in Kooperation – gemeinsam, vielfältig, kindgerecht

 

 

   

 

Wie sieht gute Qualität im Ganztag unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen aus? Welche Faktoren tragen zum Gelingen der Kooperation von Kinder- und Jugendhilfe und Schule bei? Und was verstehen die Kooperationspartnerinnen und -partner jeweils unter einer guten Angebotsqualität? Im Koalitionsvertrag kündigt die Bundesregierung an, einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuungs- und Bildungsangebote für Kinder im Grundschulalter bis zum Jahr 2025 einzuführen. Das bietet Anlass, bundesweit über vielfältige, erfolgreiche Wege der Gestaltung von qualitativ hochwertigen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsangeboten für alle Kinder im Grundschulalter zu diskutieren. Den Rahmen dafür bildete der Fachtag „Guter Ganztag in Kooperation – gemeinsam, vielfältig, kindgerecht“ am 29. November 2018 im Umweltforum in Berlin. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam durch die Programme Qualität vor Ort und Ganztägig bilden der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren auch einige Akteure aus den Qualität vor Ort-Netzwerken. So stellte beispielsweise das Netzwerk „Wir gehen aufs GANZE!“ Erfahrungen vor und gab Tipps, wie Kooperation gelingen kann.

 

Kooperation und Kindorientierung im Fokus

 

Im Zentrum der Veranstaltung standen bedarfsgerechte Angebote für Grundschulkinder. Die Kooperation zwischen Schule und Kinder- und Jugendhilfe sowie eine erfolgreiche multiprofessionelle Zusammenarbeit sind dabei bei aller Vielfalt der Rahmenbedingen eine Voraussetzung für gute Qualität. Doch was trägt zu guter Zusammenarbeit bei und wie kann diese gelingen? Den zweiten zentralen Aspekt der Veranstaltung bildete die Kindorientierung. Welche Bedürfnisse haben Kinder? Wie müssen Angebote aussehen, um diesen gerecht zu werden?

 

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch einen Begrüßungs-Talk zwischen Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Jan Gloystein, Leiter des Bereichs Bildungshäuser & Kooperation Kinderwelt Hamburg e.V. und Ute Hussak-Thomsen, Schulleiterin der Grundschule Buschhausen in Niedersachsen. Bereits an dieser Stelle wurde deutlich, dass es verschiedene Ganzstages-Modelle gibt und keine einheitliche Lösung. Ein wichtiger Punkt für das Gelingen ist aber für alle, dass gemeinsam auf die Kinder und ihre Bedürfnisse geschaut wird.

 

Im Anschluss stellte Prof. Dr. Sascha Neumann, Universität Luxemburg, die Ergebnisse der 4. World Vision Kinderstudie vor. Dabei legte er den Fokus auf Rückschlüsse, die auf Ganztagsschule und ihre Ausgestaltung gezogen werden können. So ist es beispielsweise wichtig, dass Kinder die Angebote im Ganztag mitbestimmen können. In einem zweiten Input sprach Prof. Dr. Gunda Voigts, Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, über die Rolle von Kooperationen zwischen Lehrkräften, Schulsozialarbeiterinnern, Erziehern und nicht-pädagogischen Kräften. „Guter Ganztag kann nur dann gelingen, wenn die Interessen aller Beteiligten gehört werden“, lautet das Fazit. Auch darin wird die Wichtigkeit von Kooperation erneut deutlich.

 

Themenvielfalt in den Arbeitsphasen

 

Arbeitsphasen in kleinen Gruppen bildeten den zweiten Teil der Veranstaltung. Insgesamt wurden acht Workshops zu verschiedenen Themen rund um Ganztag, Kooperation und Kindorientierung angeboten. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit zwei Workshops zu besuchen. Nach kurzen Inputs, in denen Beispiele aus der Praxis vorgestellt wurden, gab es Zeit und Raum für Fragen, Diskussionen und Austausch. In der ersten Workshoprunde wurde die Frage, wie die ganztägige Erziehung, Bildung und Betreuung Kindern im Grundschulalter gerecht werden kann, beleuchtet. Den roten Faden der zweiten Arbeitsphase bildeten die Themen systematische Kooperation und multiprofessionelle Zusammenarbeit.

Auf dem Fachtag konnten Vertreterinnen und Vertreter der Schule und der Kinder- und Jugendhilfe ihre jeweilige Perspektive einbringen, sich über Gelingensbedingungen und Herausforderungen austauschen und die Gelegenheit nutzen sich zu vernetzen. Zum Abschluss des Fachtages trat der Poetry Slamer Jesko Harbert auf. Treffend formulierte er das Ziel, das wohl alle an diesem Tag teilen: „Kinder können so viel mehr, als bloß Stühle zu besetzen.“

 

Hier finden Interesierte das Protokoll des Fachtages.

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Neue Broschüre "Vielfalt in Kitas"

 

 

   

 

Zum Abschluss des hessischen Projekts Vielfalt in Kitas – Inklusive Bildung im Sozialraum kamen die Teilnehmenden am 21. November in Wiesbaden zusammen und präsentierten ihre Ergebnisse. Mit dabei: Die druckfrische Broschüre, in der wesentliche Erkenntnisse und gute Beispiele gebündelt werden. Im Projekt Vielfalt in Kitas der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung wurden seit 2015 Kitas und ihre Partner dabei begleitet, inklusive Bildung gemeinsam weiterzuentwickeln. Entstanden sind Runde Tische, Buchprojekte, Tage der Vielfalt, neue Formen der Zusammenarbeit mit Eltern und vieles mehr.

 

Konkrete Beispiele, hilfreiche Methoden und Erkenntnisse aus dem Projekt können in der Broschüre „Vielfalt in Kitas“ nachgelesen werden. „Damit liefern wir kein Patentrezept. Aber wir möchten Anregungen bieten und Mut machen, erste Schritte in Richtung Inklusion zu gehen. Denn ganz egal wo man anfängt: Es passiert was“, sagte Projektleiterin Vanessa Agné von der DKJS.

 

Die Publikation kann kostenlos als Printversion bei vanessa.agne[at]dkjs.de bestellt oder als PDF heruntergeladen werden.

 

Mehr zum Programm Vielfalt in Kitas finden Interessierte hier.

 

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Vierter Tag der Bildung findet am 8. Dezember 2018 statt

 

 

   

 

Am 8. Dezember 2018 findet der vierte Tag der Bildung statt. Durch den Stifterverband, die SOS-Kinderdörfer weltweit und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung ins Leben gerufen, soll der Aktionstag das Thema Bildung immer wieder neu auf die öffentliche Agenda setzen. Die Organisatoren wollen gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern, beispielsweise aus Wirtschaft, Politik oder Medien, Projekte anstoßen und fördern, die die Bildungschancen erhöhen. 

 

Engagement auf Projektlandkarte zeigen 

 

Wie schon im letzten Jahr bietet der Tag der Bildung auch 2018 Bildungsmacherinnen und Bildungsmachern die Möglichkeit, ihr Engagement öffentlich zu zeigen. Veranstaltungen und Aktionen können auf der Projektlandkarte unter www.tag-der-bildung.de/tdb-events eingetragen werden.

Unter dem Hashtag #TagderBildung sollen außerdem erneut Statements und Forderungen zum Thema Bildung in den sozialen Netzwerken verbreitet und gesammelt werden. Im Zentrum steht in diesem Jahr die Frage, wie Bildungsmacher und Bildungsmacherinnen, persönlich oder im Job, Bildung “zum Fliegen bringen”. So bringen zum Beispiel Erzieherinnen und Erzieher in einer Kita Bildung zum Fliegen, indem sie tagtäglich Kinder individuell fördern. Oder ein Lokalpolitiker postet, dass er sich für Veränderungen im Bildungssystem stark macht und bringt so Bildung zum Fliegen. Alle Beiträge auf Facebook, Twitter oder Instagram werden auf www.tag-der-bildung.de gesammelt. 

 

Weitere Informationen rund um den Aktionstag finden Interessierte unter www.tag-der-bildung.de 

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Vier Qualität vor Ort-Netzwerke nominiert

 

 

   

 

 

Für 25 Kitas und 15 lokale Bündnisse für frühe Bildung geht es in die nächste Runde um den Deutschen Kita-Preis. Sie haben sich gegen rund 1.600 weitere Bewerber durchgesetzt und sind nun für die Auszeichnung nominiert – darunter auch vier Netzwerke aus dem Programm Qualität vor Ort: das Netzwerk für frühe Bildung in Tarp, das Bildungshaus Lurup in Hamburg, das Hochwälder Familiennetzwerk HAFEN in Hermeskeil sowie das Netzwerk Bildung und Lernen aus Völklingen.

 

Im nächsten Schritt werden aus den Nominierten der beiden Kategorien je zehn Finalisten ausgewählt, die im Januar bekannt gegeben werden. Im Rahmen dieses Auswahlprozesses dürfen die nominierten Kitas nun Unterlagen einreichen, in denen sie ihre Stärken ausführlich darstellen können. Die Bündnisse für frühe Bildung werden sich in den kommenden Wochen in Telefoninterviews präsentieren.  Wer eine der begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen kann, entscheidet sich im Mai 2019. 

 

Weitere Informationen rund um den Deutschen Kita-Preis und eine vollständige Liste aller nominierten Kitas und Bündnisse finden Interessierte hier.  

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Den Blick in die Zukunft gerichtet

 

 

   

 

Am 24. Und 25. September fand die vierte und letzte Akademie für Modellkommunen im Rahmen von Qualität vor Ort statt. Modellkommunen sind Städte oder Gemeinden, die sich auf den Weg machen, ein integriertes, kommunales Gesamtkonzept der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung zu entwickeln und umzusetzen. Auf der Insel Schwanenwerder bei Berlin kamen Akteure aus den beteiligten Kommunen zusammen und warfen gemeinsam einen Blick auf die Arbeit der letzten 1 ½ Jahre und die kommende Zeit.

 

Nach der Begrüßung durch Philine Zimmerli, Jacobs Foundation, und Valeska Pannier, Programmleiterin Qualität vor Ort, begann der erste Tag der Akademie für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Rückblick und der Frage: Was ist während der Programmlaufzeit entstanden? Was gibt es inzwischen, was es vorher noch nicht gab?

 

Der Blick in die noch laufenden Prozesse verdeutlichte die Vielfalt der Modelkommunen, zeigte aber auch Gemeinsamkeiten. So hat sich beispielsweise in nahezu allen Modellkommunen eine erfolgreiche Zusammenarbeit über verschiedene Fachbereiche hinweg entwickelt. “Wir sind von einem Netzwerk zu einem Netzwerk der Netzwerke geworden.”, beschreibt ein Teilnehmer die neu entstandenen Strukturen. Anschließend kamen die Teilnehmenden in kleinen Gruppen zusammen und hatten Zeit, sich über Meilensteine und besonders bewegende Momente innerhalb ihres Prozesses, hin zu einer Strategie der frühen Kindheit, auszutauschen. Dabei wurden auch, wie üblich, viele Tipps und Ratschläge untereinander ausgetauscht. Welche Strategien haben sich besonders gut bewährt? Wie wurde in einer bestimmten Situation vorgegangen? Ein Input von Bert Helbig zum Thema wirksame Kommunikation rundete den ersten Tag ab und gab den Teilnehmenden wichtiges Handwerkszeug mit, damit auch in Zukunft die Anliegen der Modellkommunen noch mehr Gehör finden.

 

Trotz des anstehenden Programmendes von Qualität vor Ort stand auf der Akademie nicht der Abschied im Mittelpunkt. Besonders der zweite Tag wurde genutzt, um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Was steht als Nächstes an? Vor welchen Herausforderungen stehen die Kommunen? Auch hier konnten die Teilnehmenden erneut von den Erfahrungen der anderen Kommunen profitieren und wertvolle Anregungen mit nach Hause nehmen. “Alle Teilnehmenden sind hoch motiviert und haben sich auf unseren Akademien immer gegenseitig beraten. Das stärkt die eigene Arbeit, die fachliche Weiterbildung und fördert die Kreativität. Es wurden brennende Fragen beantwortet und ich freue mich, dass die Arbeit in unseren Modellkommunen weitergeht.”, sagt Valeska Pannier. Anschließend nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Chance zur Vernetzung, denn auch nach der Programmlaufzeit wollen die Modellkommunen miteinander im Austausch bleiben. Als Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung der bereits entstandenen Ergebnisse, bekamen die Modellkommunen zum Abschluss der Veranstaltungen Urkunden überreicht.

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